Michael Baumbast (Freie): Beim Internetausbau hinkt Deutschland weit hinterher

Michael Baumbast ist Jahrgang 1989 und der jüngste Kandidat auf der Liste der Freien. Er sagt: Jüngere sollen Verantwortung übernehmen.

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Michael Baumbast: Junge Menschen über die Wahl informieren.  Foto: 

Warum kandidieren Sie? Was ist Ihre Motivation, sich kommunalpolitisch zu engagieren?

MICHAEL BAUMBAST: Meine Motivation besteht darin, dass ich in meiner Geburtsstadt aktiv mitarbeiten möchte. Es gibt viele Dinge, an denen gearbeitet werden muss.

Gab es ein Schlüsselerlebnis, dass Sie hat politisch aktiv werden lassen?

BAUMBAST: Ich entschloss mich, zu kandidieren, da mein Vater bei den Freien Wählern in Ehingen sehr aktiv ist und mich scherzhaft fragte, ob ich nicht etwas junges Blut miteinbringen wolle. Daraufhin überprüfte ich, wofür die Freien Wähler Ehingen einstehen. Da mir das Wahlprogramm gefiel, sagte ich zu. Als Schlüsselerlebnis sehe ich meine Auslandserfahrung: Ich nahm eine Auszeit vom Berufsleben und reiste mit einem Rucksack für ein halbes Jahr durch Südostasien und Neuseeland. Dort machte ich die Erfahrung, besonders in Asien, das wir, was unseren Internetausbau angeht, in Deutschland unglaublich weit hinterherhinken. In den meisten asiatischen Ländern wie Thailand, Laos, Kambodscha oder Malaysia ist es völlig normal, dass man in Städten, U-Bahnen oder in Hostels freies W-Lan hat. Gerade da ich alleine reiste, war dies unheimlich von Vorteil, da ich über mein Smartphone ständig Zugang zum Internet hatte, um Routen zu checken oder nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu schauen.

Wie sieht ein junger Erwachsener Kommunalpolitik? Ist das bedeutend, ein bisschen wichtig oder belanglos?

BAUMBAST: Junge Menschen für Kommunalpolitik zu begeistern ist ein schwieriges Unterfangen. Es wäre hilfreich, in der Schule anzusetzen. Man sollte die jungen Heranwachsenden über ihre Möglichkeiten, etwas in ihrer Stadt zu ihrem Vorteil verändern zu können, informieren. Meiner Meinung nach sind viele junge Menschen mit der Wahl einer geeigneten Partei überfordert. Viele gehen nicht zur Wahl, da sie keine falsche Partei wählen wollen. Sie bekommen durch die Medien sowie auch vermutlich im Elternhaus mit, wie unzufrieden viele Menschen mit ihrer Wahl sind. Dies schüchtert viele junge Menschen ein.

Warum sollte man als junger Mensch im Alter von 16 oder 17 Jahren am 25. Mai bei der Kommunalwahl wählen gehen?

BAUMBAST: Man sollte gehen, da dies eine Möglichkeit ist, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Auch wenn man sich möglicherweise in diesem Alter noch nicht genau darüber im Klaren ist, was das Beste ist.

Werden Sie Wahlkampf betreiben? Wenn ja: wie?

BAUMBAST: Nein, da ich zur Zeit in Heidenheim studiere und auf Grund der Klausurphase keine Zeit habe.

Was sind Ihre Ziele? Wollen Sie eigene Themen einbringen?

BAUMBAST: Eigene Themen kann ich nicht miteinbringen da ich durch mein Studium nicht genügend Zeit habe.

Was muss sich in Ehingen aus Ihrer Sicht ändern, damit die Stadt für junge Menschen attraktiv bleibt oder attraktiver wird?

BAUMBAST: Die Innenstadt muss das Hauptthema sein. Diese muss belebt werden, um Ehingen wieder attraktiver zu machen für Ehinger sowie auch für Touristen.

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