Meilenstein für Vereine

Im Beisein von Landrat Heinz Seiffert und dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl Traub ist am Freitagabend das neue Emeringer Bürgerhaus eingeweiht worden. Gestern kamen zahlreiche Besucher zum Tag der offenen Tür.

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"So spät habe ich noch keinen Segen ausgesprochen - ausgenommen bei einer Mitternachtsmesse", sagte Pfarrer Jürgen Dolderer, bevor er am Freitagabend mit Weihwasserkessel und Aspergill durch die Reihen der etwa 120 Anwesenden im neuen Emeringer Bürgerhaus zog. In der Tat hatte der offizielle Einweihungsfestakt des "Meilensteins" in der Gemeindegeschichte - wie der Landtagsabgeordnete Karl Traub (CDU) zuvor das Bürgerhaus betitelte - knapp vier Stunden gedauert und war erst gegen 23 Uhr beendet.

Nach einer musikalischen Einlage der Musikkapelle Zwiefaltendorf sprach Bürgermeister Josef Renner den ehrenamtlichen Helfern seinen Dank aus: "Die Emeringer haben mit viel Herzblut und viel Engagement Großes geleistet", sagte er. In mehr als 1500 Arbeitsstunden hatten Gemeindemitglieder in den vergangenen 15 Monaten eine Vielzahl an Arbeiten am neuen Bürgerhaus selbst ausgeführt. "Wir sagen danke für die Arbeit und Mühen, es ist ein Segen für alle, die hier wohnen und glücklich leben möchten in unserem Dorf", sang der Emeringer Chor unter Leitung von Christine Wiker. Lucia Renner hatte das "Lied zur Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses" getextet.

"Die Emeringer haben allen Grund stolz zu sein", sagte auch Landrat Heinz Seiffert in seiner Ansprache und legte nahe, das neue Bürgerhaus für den Sanierungswettbewerb des Alb-Donau-Kreises anzumelden. Neben einem Kreiswappen hatte Seiffert noch ein zweites Geschenk in petto. Weil die veranschlagten Kosten für den Umbau wegen unvorhergesehener Arbeiten überschritten wurden, sagte er, dass die Gemeinde mit zusätzlichen Zuschüssen aus dem Entwicklungsprogram Ländlicher Raum (ELR) in Höhe von 12 000 bis 15 000 Euro rechnen könne. Die Gebäudearbeiten waren mit 420 000 Euro veranschlagt gewesen, die Endrechnung werde aber einige 10 000 darüber liegen, sagte Bürgermeister Renner. Finanzielle Zuschüsse gibt es aus dem Ausgleichstock (252 000 Euro) und dem ELR (bisherige Zusage: 92 000 Euro). "Ohne diese Mittel hätten wir den Umbau nicht bewerkstelligen können", sagte Renner und bedankte sich ausdrücklich bei Seiffert, Traub und seinem Amtsvorgänger Hermann Branz, der das Projekt in seiner Zeit als Bürgermeister ins Rollen gebracht hatte.

Es sei eine spannende Aufgabe gewesen, aus dem ehemaligen Gemeindeschuppen ein ansehnliches Bürgerhaus zu machen - und dabei charakteristische Details wie das Fachwerk oder die markante Dachkonstruktion zu erhalten, sagte Architekt August Münz, ehe er Renner symbolisch einen Schlüssel aus Laugengebäck überreichte. So wurden in den vergangenen 15 Monaten Anbauten für Toiletten und Lagermöglichkeiten geschaffen, der Innenraum saniert und die Außenanlage neu gestaltet. Unterkommen sollen dort die örtlichen Vereine: Feuerwehr, Frauenrunde, Jugendraum, Bauwagen, Reitverein, Gnadenhof, Narrenverein, Albverein und Chor. Deren Vertreter bekamen Gelegenheit, das jeweilige Vereinsgeschehen in fünf Minuten zu erläutern.

Bevor Pfarrer Dolderer Bürgermeister Renner ein hölzernes Kreuz überreichte, hatte sein evangelischer Amtskollege Michael Wiedmann dem Bürgerhaus zwei der sieben Sterne im Emeringer Gemeindewappen gewidmet. Diese stünden für Harmonie und Gemeinsamkeit. Drei der restlichen fünf stünden für die Kirche (Dreifaltigkeit) und die letzten beiden für das Rathaus (Weisheit, Gerechtigkeit).

Volles Haus hatten die Emeringer auch gestern beim Tag der offenen Tür. Viele ehemalige Bürger waren gekommen, um das Ereignis mitzufeiern. Zum Frühschoppen und über die Mittagszeit spielte die Musikkapelle Zwiefaltendorf auf. Rund 300 Mittagessen wurden ausgegeben. Auch der kulturelle Auftakt am Samstag war gelungen. 140 Besucher amüsierten sich im ausverkauften Saal bei der Vorstellung des Kabaretts "D Gallerie".

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