Mehr Geld in der Kasse

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Geschäftsführer Wilhelm Fügner von der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen hat in der Sitzung des Obermarchtaler Gemeinderats die Jahresrechnung erläutert, die  von einem Überschuss mit knapp 270 000 Euro geprägt ist. Aktivposten sind vor allem die Gewerbesteuern, denn anstelle der eingeplanten 300 000 Euro flossen 503 000 Euro in die Gemeindekasse und damit der höchste Betrag seit 2002. Allerdings muss davon wieder eine Umlage ans Land bezahlt werden und in zwei Jahren gibt es zudem geringere Finanzzuweisungen.

Auch beim Einkommensteueranteil wurde mit 539 000 Euro der bisherige Spitzenwert erreicht. Trotz großer und kostspieliger Projekte wie die Hallensanierung sowie die Bauland-Erschließung und die Investitionen auf dem Abwassersektor im Teilort Reutlingendorf und dem dortigen Bau eines neuen Wasserhochbehälters, was zusammen 3,8 Millionen Euro beansprucht, seien die Schulden nur um 300 000 Euro gestiegen, rechnete der Bürgermeister vor. Allerdings habe das Land mit erheblichen Zuschüssen geholfen.

Zum Jahresende 2015 hatte Obermarchtal 716 000 Euro Kredite, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 570 Euro bedeutet. Der Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt bei 659 Euro. In der Rücklage hatten sich 341 000 Euro angesammelt. Insgesamt verplante Obermarchtal im vorigen Jahr fast 4,2 Millionen Euro.

Die Jahresrechnung 2015 billigte der Gemeinderat, ebenso den Nachtragshaushalt für 2016, der wegen Verschiebungen bei Bauprojekten erarbeitet worden ist. Zu deren Finanzierung werden 270 000 Euro von der Rücklage geholt und 80 000 Euro Darlehen aufgenommen. Insgesamt hat der Haushalt 2016 nun ein Volumen mit 5,15 Millionen Euro gegenüber der ursprünglich geplanten 4,88 Millionen Euro. Doris Moser

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