Maier ist neuer Stellvertreter des Schwäbischen Heimatbundes

Alle drei Jahre trifft sich die Ortsgruppe Untermarchtal des Schwäbischen Heimatbundes. Anlass, in die Vergangenheit und Zukunft zu blicken.

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Drei Jahre sind verstrichen, seit die Ortsgruppe Untermarchtal des Schwäbischen Heimatbundes (SHB) Stuttgart zur letzten Hauptversammlung geladen hatte. Nun war es wieder so weit. Grund genug für den Vorsitzenden Wolfgang Kurz eingehend die zurückliegenden Jahre zu betrachten. Die 36 Mitglieder umfassende Ortsgruppe habe sich rege im örtlichen Vereinsgeschehen beteiligt: beim Christbaumaufstellen, Vereineschießen und als federführende Ortsgruppe bei der Durchführung der Gemarkungsputzeten. Doch die wichtigste Vereinsaufgabe vor Ort, hebt Kurz hervor, sei eine andere: der Erhalt und die Betreuung des Kalkofens mit seinem technischen Museum.

Zur Hauptversammlung in der Gaststätte Hirsch kamen neben 16 Vereinsmitgliedern auch der Bürgermeister Bernhard Ritzler, die engagierten Freunde des Vereins Jürgen und Gisa Brucklacher, und drei Gemeinderäte. Mit Simone Schulz und Anton Mehrsteiner konnten außerdem zwei neue Mitglieder gewonnen werden.

Im Jahre 2013 waren es 357 Gäste, die das Kalkofenmuseum besucht haben. Das seien zwar etwas weniger als im Vorjahr, aber noch lange kein Grund zur Panik, betonte Kurz. Ermunterung zur Museumsbetreuung bekommt der "kleine, aber feine Verein", wie Ritzler in seine Ansprache betonte, von allen Seiten der Besucher und Freunde des technischen Museums.

Das Lob trifft vor allem Georg Bierer. Er betreute die Gesamtmuseumsanlage 25 Jahre lang, ist ein Kenner der Technik und erklärte Museumsbesuchern wie hier zwischen 1922 und 1939 Kalk hergestellt wurde. Zusammen mit Heri Fischer setzt er sich bereits seit 1985 für den Erhalt des Kalkofens ein. Nach einem Viertel Jahrhundert intensiven Engagements stellten sich Bierer und Fischer nun nicht mehr zur Wahl (siehe Infokasten).

Doch es war nicht alles Kalkofenanlage. Die Vereinsmitglieder haben auch Ausflüge gemacht. Zu einer Baumpflanzaktion in das Münsinger Biosphärengebiet etwa, oder zu verschiedenen Orten im Regierungspräsidium und Landkreis, sowie zum Hauptverein des Schwäbischen Heimatbundes in Stuttgart.

Nun gilt es jedoch die Zukunft zu gestalten. Die Neuwahlen verliefen problemlos. Vorsitzender bleibt Wolfgang Kurz, sein neuer Stellvertreter ist Wolfgang Maier für den ausscheidenden Heri Fischer. Kassier Alfons Ziegler und Schriftführer Erwin Mönch bleiben in ihren Ämtern. Neuer Technikleiter ist Wolfgang Maier für den ausscheidenden Georg Bierer. Kassenprüfer sind Hubert Schneider und Walter Falch.

Ein Ziel der Ortsgruppe ist nun auch die naturgerechte Instandhaltung des Bereichs beim Kalkofen. Schon vor drei Jahren konnte der Verein Ziegenbesitzer Alexander Rupp überzeugen, dass er mit seinen zehn "vierbeinigen Rasenmähern" die Heidefläche vor der Anlage beweidet. In Zukunft wolle man sich nun dem Schutz des hiesigen Apollo-Falters widmen, der durch größeren Heckenwuchs an den ehemaligen Abbrüchen beim Museum in seiner Bewegung gefährdet ist und die Renovierung der Steinschallschutzmauer vor dem Museum unmittelbar zur B 311 anzukurbeln. Geplant ist im September eine Fahrt der Ortsgruppe zum "Pfrunger Ried" im Oberland.

Verabschiedung beim SHB

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