Lesung mit dem Autor Josef Fuchs

Morgen Abend liest Josef Fuchs im Franziskanerkloster aus seinem Buch. Darin finden sich auch Geschichten aus Kindheit und Jugend in der Pfarrei.

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Josef Fuchs am Bodensee bei Friedrichshafen: Das Ufer ist der rote Faden in seinem neuen Buch. Foto: Kulturamt

"Uferstraße, Miniaturen und fabelhafte Gedichte" heißt das Buch des Autors Josef Fuchs, der seit 1998 in Friedrichshafen lebt. Und als inzwischen begeisterter "Häfler" ist die Uferstraße dort für ihn so etwas wie der zentrale Punkt in diesem Werk, in dem es um Begegnungen geht, um Geschichten und Augenblicke, die einem in Erinnerung bleiben. Doch die Miniaturen, wie Fuchs seine Texte nennt, bleiben nicht alle am See, auch wenn ihm die Heiterkeit und Leichtigkeit des Ufers besonders lieb geworden ist. Weil man sich beim Blick "in den großen Nebel" am See auch sein eigenes Leben vor Augen führen lassen kann, werden die Besucher der Lesung morgen Abend im Franziskanerkloster auch Geschichten hören, in denen es etwa um Westerflach geht, diese Ansammlung von ein paar Häusern auf der anderen Seite des Walds bei Bockighofen.

"Manches will nochmals erzählt werden", sagt der Kunsterzieher, der 1949 in Weisel bei Ehingen geboren worden ist, in Kirchbierlingen zur Schule ging und in Ehingen dann Abitur gemacht hat, ehe er in Stuttgart Malerei und Kunstgeschichte studiert hat. Weisel sei ein wunderbarer Ort, um Kind zu sein, erinnert sich Fuchs, doch rasch langweilig für einen Jugendlichen. Und Ehingen werde einem mit dem Abitur zu eng, weshalb er - wie viele andere auch - weggegangen ist. Jetzt, Jahrzehnte später, gibt es so etwas wie eine Wiederannäherung; die Lesung morgen Abend war sein Wunsch: Auch wenn er weiß, dass er nicht zurück will ins Dorf, gibt es bei ihm das Empfinden von Heimat, ein Wohlgefühl beim Blick auf den Bussen, die Erinnerung an einen jähzornigen Grundschullehrer oder an Onkel Anton aus der Kindheit - das alles taucht in den Geschichten auf, manchmal in einem anderen Zusammenhang, manchmal lustig, manchmal nachdenklich, manchmal auch skuril. "Meine Texte und Geschichten sollen wahrhaftig sein", sagt Fuchs zu seinem Anspruch; "die Wahrheit selbst wäre zu viel verlangt."

Info Am Donnerstag, 15. Mai liest Josef Fuchs um 20 Uhr im Franziskanerkloster aus seinem Buch.

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