Ehinger Krankenhaus wieder für Versorgung schwerer Verletzungen zugelassen

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Freuen sich über die Zulassung der Ehinger Klinik (von links): Marianne Dinka, Pflegeleitung der chirurgischen Ambulanz, Chefarzt Manfred Popp von der Anästhesie, Klinik-Chefarzt Michael Kramer und Gerhard Brenner, Leitung der Anästhesiepflege. Foto: ADK GmbH  Foto: 

Neue Ärzte, neue Räume, modernste Ausstattung: Rund sechs Millionen Euro hat die ADK GmbH für Gesundheit und Soziales am Standort Ehingen in die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie investiert. Ziel war, wie ausführlich berichtet, mit der Qualitätsoffensive vor allem für die Notfallambulanz wieder für das so genannte Verletzungsartenverfahren (VAV) der gesetzlichen Unfallversicherung und der Berufsgenossenschaften zugelassen zu werden, das etwa 95 Prozent der Unfallverletzungen umfasst. Die Anforderungen dafür an die Kliniken sind 2013 so verschärft worden, dass 16 Krankenhäuser im Land die Zulassung dafür verloren und nur zwei sie seither wieder gewonnen haben – darunter Ehingen. Dafür mussten hohe Anforderungen erfüllt werden.

Seit Frühsommer haben Chef­arzt Prof. Dr. Michael Kramer und ADK-Geschäftsführer Wolfgang Schneider die Zusage, dass Ehingen die Zulassung wieder erhält; jetzt ist dieses wichtige Zertifikat da. Es bescheinigt dem Klinikstandort Ehingen die besondere unfallmedizinische Versorgung für schwer Verletzte bei Arbeits- und Wegeunfällen. Zu den Anforderungen an die personelle und strukturelle Ausstattung sowie an organisatorische Abläufe gehören bestimmte Raumgrößen, ein von den anderen Operationssälen getrennter septischer OP und ein Computertomograph (CT) in unmittelbarer Nähe zum Schockraum, spezielle hygienische und personelle Voraussetzungen sowie die persönliche Qualifikation von Kramer und dessen Team. Der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie/Orthopädie, Hand-, Plastische und Viszeralchirurgie wird nun mit den unterschiedlich spezialisierten Fachärzten und Mitarbeitern einen weiteren medizinischen Schwerpunkt in Ehingen etablieren, kündigt die ADK GmbH in einer Mitteilung an. Für den Patienten spiele es nun keine Rolle mehr, ob er seine Verletzung bei einem privaten oder beruflich bedingten Unfall erlitten hat. Auch bei Berufsunfällen muss er nun nicht mehr in eine andere Klinik verlegt werden, sondern kann sich anschließend stationär in Ehingen behandeln lassen. ah

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Kommentare

26.10.2016 21:47 Uhr

Erklärung

"Für den Patienten spiele es nun keine Rolle mehr, ob er seine Verletzung bei einem privaten oder beruflich bedingten Unfall erlitten hat."
Manchmal gibt die SWP ja Erklärungen für Nichtwissende: Ich wußte nicht, dass ein Unterschied gemacht wird wo man behandelt wird, abhängig davon ob man beruflich oder zu Hause eine Unfall erleidet. Wo ist da die Grenze bei einem Heimarbeitsplatz: Ich mache da eine kurze Pause, stolpere die Treppe runter und wo kommt man dann hin?

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