KOMMENTAR: Der Preis fürs billige Schnitzel

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Tausende übergewichtige Puten drängen sich im Stall, in der Menge liegen auch tote Tiere, in den Regalen stehen Leistungsförderer. Die Tiere werden brutal angepackt, sie sind nicht mehr als Teil einer Produktionskette. Ein neuer Skandal ist das nicht, vielmehr nüchterner Alltag in der Massentierhaltung.

Die Bilder, die die selbst ernannte "Soko Tierschutz" aus den Putenmast-Ställen liefert, sind abstoßend. Ob sie dokumentieren oder reißerisch zusammengesetzt wurden, ist undurchsichtig. Landwirte weisen darauf hin, dass Aufnahmen alt sind, gar nicht von ihnen stammen, Veterinäre bei Kontrollen nichts beanstandeten. Umso fragwürdiger, dass die Tierschützer lauthals Anklage erheben, aber den Beschuldigten keine Gelegenheit geben, sich zu äußern - ebensowenig wie das Fernsehteam.

Massentierhaltung ist die Folge der Nachfrage nach billigem Fleisch. Etwas, was die Mehrheit der Verbraucher auf dem Tisch haben will, egal zu welchen Bedingungen. Diese Art von Tierhaltung ist rechtens, aber augenscheinlich nicht sehr artgerecht. Das ist der Preis für das Fleisch-Schlaraffenland, und der ist den meisten offenbar nicht zu hoch.

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