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    Schöne Christrosen hat Margot Ege aus Unterwachingen. Foto: 
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    Auf der Expo in Mailand lässt sich einiges zur Alblinse lernen. Foto: 
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Weit gebracht

Dass die Alblinse mittlerweile in aller Munde ist, ist bekannt. Dennoch ist immer wieder erstaunlich, wie weit es das kleine Korn inzwischen gebracht hat - bis in den deutschen Pavillon auf der Expo im italienischen Mailand, die morgen ihre Pforten schließt. Die Weltausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Welternährung, Deutschland liefert in seinem Pavillon, der den Titel "Fields of ideas - Raum für Ideen" trägt, in sechs Themenräumen entsprechende Beiträge, unter anderem zur Pflanzenvielfalt. Hier werden Samen und Keimlinge besonderer Sorten vorgestellt. Und just hier taucht die Alb-linse auf - plastisch, überdimensional groß, zum Anfassen und auch in einem Textbeitrag. Wenn das Pad, das jeder Pavillon-Besucher erhält, auf die dreidimensionale Linse gehalten wird, baut sich ein Informationstext auf, der Späth's Alblinse Schritt für Schritt erklärt - auf Englisch, Französisch, Italienisch und natürlich auch auf Deutsch. Täglich werden tausende Besucher im deutschen Pavillon gezählt. "Die Vielfalt der Arten ist von größter Bedeutung für eine nachhaltige Ernährungssicherung, sei es durch regionale Angepasstheit, besondere Inhaltsstoffe, Widerstandsfähigkeit gegen schädliche Umwelteinflüsse oder durch besonders leckere oder gesunde Inhaltsstoffe. Anhand ausgewählter Pflanzen erhält der Besucher Einblicke in die faszinierenden Fähigkeiten der Natur und in Projekte aus Deutschland, die sich mit der Erforschung und dem Erhalt dieser Pflanzen beschäftigen", sagen die deutschen Pavillon-Macher. Die Alblinse der Erzeugergemeinschaft Alb-Leisa in Lauterach ist für sie ein Beispiel dafür.

In seltener Fülle

"So üppig und schön haben meine Christrosen noch nie geblüht", freut sich Margot Ege aus Unterwachingen und schaut stolz auf die Augenweide vor ihrem Haus. Etwa 100 Blüten und Knospen hat sie gezählt an dem Blumenstock, der seit rund 55 Jahren an derselben Stelle unter dem Nußbaum seine Pracht entfaltet. Damals bekam Margot Ege einen Christrosensetzling von ihrer Schwiegermutter geschenkt und seitdem wird der mittlerweile stattliche Blütenteppich in Ehren gehalten. Die 81-jährige Blumen- und Gartenliebhaberin weiß, dass Heleboris, so der lateinische Name der Christrosen, nicht versetzt und zerlegt werden wollen und einem halbschattigen Platz bevorzugen. Sie werden auch "Schneerosen" genannt und blühen von November bis ins Frühjahr hinein. Es sei ein zauberhafter Anblick, wenn die Blüten im Winter ihre Köpfe aus dem Schnee recken. 15 verschiedene Arten Heleboris gibt es, manche sind hellrot, andere grün und bei Margot Ege blühen sie in weiß.

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