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    Papst Franziskus grüßt in Überlebensgröße von der Kirche. Foto: Paul Glück
  • Preisgekrönt und ungeliebt: Der "Bike-Port" in Munderkingen. Foto: Mitschang 2/3
    Preisgekrönt und ungeliebt: Der "Bike-Port" in Munderkingen. Foto: Mitschang
  • Hans Aierstok feiert morgen seinen 80. Geburtstag. Foto: Archiv/Sommer 3/3
    Hans Aierstok feiert morgen seinen 80. Geburtstag. Foto: Archiv/Sommer
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Hans Aierstok wird 80

Die Kriegswirren verschlugen den gebürtigen Stuttgarter 1943 als Neunjährigen nach Frankenhofen, sechs Jahre später ist er nach Ehingen umgezogen. Morgen feiert Hans Aierstok seinen 80. Geburtstag. Vor allem in seinen vielfältigen Ehrenämtern hat sich der Jubilar verdient gemacht. 15 Jahre lang, bis 2009, gehörte er der CDU-Fraktion im Ehinger Gemeinderat an, seit 1968 ist er Mitglied im katholischen Kirchengemeinderat. Eine seiner wichtigsten Aufgaben war und ist die Organisation des Neujahrsempfangs der Kolpingfamilie. Aierstok war Initiator der Veranstaltung, die für Ventur Schöttle als zentraler Figur der Ehinger CDU über 30 Jahre hinweg die Plattform war, auf der der damalige Landtagsabgeordnete und Staatssekretär aus Granheim Bilanz zog und Veränderungen ankündigte. Noch heute hat Aierstok drei Schriftführer-Ämter inne, auch dem Sport, vor allem dem Fußball, ist er sehr zugetan. Der gelernte Schriftsetzer ist seit Jahrzehnten Sportberichterstatter für die "Schwäbische Zeitung". Mit ihm feiern morgen seine Ehefrau, drei Kinder und vier Enkelkinder.

Ungeliebtes Bauwerk

"Die Grundidee war gut", sagte Bürgermeister Dr. Michael Lohner im Gemeinderat Munderkingen. Die 10d der Realschule hatte für ihren "Bike-Port", eine Fahrradgarage, 2011 den ersten Preis beim Ideenwettbewerb der Zimmerer-Innung gewonnen. Auch Schirmherrin Annette Schavan zeigte sich beeindruckt. Zweieinhalb Jahre später hat Lehrer Roland Gründig mit den heutigen Zehnern und der Schreinerei Frankenhauser (Emerkingen) den "Bike-Port" unterhalb der Realschule errichtet - komplett von Schreinerei und Innung finanziert. Die Reaktionen im Städtle darauf sind allerdings harsch: Von Entsetzen über die großen Ausmaße bis zu Abscheu angesichts der Architektur reichten die Reaktionen im Gemeinderat. "Architektonisch passt es nicht", sagte Fachfrau Monika Veser, die auch befürchtet, dass das Bauwerk zur "Kuschelecke" verkommt. Roland Kuch (Verbandsbauamt) meinte, "so machts kein gutes städtebauliches Bild", und auch Lohner gestand: "So kanns nicht bleiben." Martin Spranz berichtete gar von "Beschimpfungen" gegen das preisgekrönte Objekt, in das Schreinerei und Schüler viel Zeit, Liebe und Mühe gesteckt haben. Schulleiterin Jutta Braisch, die betont, dass der "Bike-Port" noch nicht fertig ist, hofft nun, dass ein wenig Farbe passend zum Mensabau der Realschule und das Entfernen des Baugerüsts helfen werden. "Er wirkt im Moment riesig, weil der Rest drumherum noch gestaltet werden muss. Man muss dem auch mal eine Chance geben, dann gewöhnt man sich daran."

Heiße Luft im Rathaus

Zweifel an der Qualität der neu zu schaffenden Arbeitsplätze im Mittelbau des Ehinger Rathauses hat Gemeinderat Peter Lutz. Ob denn eine Klimaanlage vorgesehen sei, wollte der Gemeinderat der Freien vor dem Ja des Gremiums zu den Büros wissen, die unterm Dach entstehen sollen. Denn wenn die Leute dort im Sommer drei, vier Stunden gearbeitet hätten, sei es vermutlich so, dass sie lüften müssten - und dann käme ja von draußen nur heiße Luft herein. Worauf Oberbürgermeister Alexander Baumann spontan ergänzte: "Besser als heraus . . .". In der Sache beruhigte dann Alexander Deusch vom Stadtbauamt den Frager: Eine normale Lüftung reicht.

Papst in Allmendingen

Über dem Haupteingang zur katholischen Pfarrkirche in Allmendingen grüßt seit dem vergangenen Wochenende von weitem sichtbar Papst Franziskus in Überlebensgröße die Kirchenbesucher. Pfarrer Günther Gerlach, bekannt für seine Versuche, mit neuen Ideen in der Gottesdienstgestaltung den Gang zur Kirche in seiner Gemeinde attraktiver zu machen, ließ mit Unterstützung freiwilliger Helfer ein 15 Quadratmeter großes Plakat an der Westfassade der Pfarrkirche anbringen. Papst Franziskus verkündet, dass Religionsfreiheit ein Menschenrecht ist und weist damit auf die weltweite Verfolgungen und Diskriminierungen von Christen hin. Mit freundlicher Geste fordert er Solidarität mit den bedrängten Christen. Schon 2010 hatte der damalige Bundespräsident Christian Wulff mit deutlichen Worten anlässlich seines Besuches der Paulus-Kirche im türkischen Tarsus auf dieses Grundrecht aufmerksam gemacht. Allmendingen beteiligt sich mit diesem Banner an einer Aktion, welche von der "missio", dem internationalen katholischen Missionswerk, zum einjährigen Pontifikats-Jubiläum in einer Auflage von 600 Stück im deutschsprachigen Raum angeboten wurde, berichtet Paul Glück.

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