KÖPFE - KLATSCH - KURIOSES

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  • Die meist 70-Jährigen des Abiturjahrgangs 1963 beim Treffen vor dem Johann-Vanotti-Gymnasium mit dessen Leiter Wolfgang Aleker. Foto: Hellmut Fleck 1/2
    Die meist 70-Jährigen des Abiturjahrgangs 1963 beim Treffen vor dem Johann-Vanotti-Gymnasium mit dessen Leiter Wolfgang Aleker. Foto: Hellmut Fleck
  • Nora Bruchertseifer bei ihrer Straßenumfrage in Ehingen. Foto: Karin Mitschang 2/2
    Nora Bruchertseifer bei ihrer Straßenumfrage in Ehingen. Foto: Karin Mitschang
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Treffen mit Geschichte

Das Interesse aneinander ist unverändert groß. Deshalb gehört Walter Bopp aus Ehingen zu jenen, die für den Abitursjahrgang 1963 alle fünf Jahre ein Treffen organisieren. Diesmal war es ein besonderes - die gemeinsame Schulzeit liegt jetzt 50 Jahre zurück. Besichtigt wurden frühere Lebens-Orte wie Gymmi und Kolleg St. Josef, aber auch Liebherr und die Berg-Brauerei. Dort gab es auch einen musikalischen Gruß: Für Paul Seitz, einen gebürtigen Griesinger, der seit Jahrzehnten in Donaueschingen lebt und guten Kontakt zu seinen einstigen Griesinger Mitmusikanten pflegt, brachten diese dem jetzt 70-Jährigen ein Ständchen, berichtet Veit Feger, wie Bopp einer der wenigen des Jahrgangs, die noch in Ehingen sind. Die weiteste Anreise zum dreitägigen Treffen hatte Helmut Ackermann, er kam aus Bargstedt ganz im Norden Deutschlands. Den Gottesdienst im "Kasten" gestaltete Herbert Schmucker, der als einziger des Abi-Jahrgangs Pfarrer geworden ist, erst in diesem Sommer in Ruhestand ging und weiterhin dem Priesterrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart angehört. Thomas Wiemers führte die Gruppe dann durchs Kolleg und die einstigen Josefiner sahen den Speisesaal wieder, in dem sie einst mit 120 anderen Jungen ihr Essen eingenommen hatten - heute, sagt Wiemers, wäre eine solche Zahl auf so kleinem Raum unvorstellbar. Am Nachmittag begrüßte Vanotti-Gymnasium-Chef Wolfgang Aleker die Teilnehmer und erzählte launig vom heutigen Betrieb. Beim Festabend im "Adler" informierte dann Haupt-Organisator Günter Müller (jetzt Bad Friedrichshall) über das Wegbleiben des wohl prominentesten Abiturienten von 1963, Professor Dr. Hubert Blum. Der Sohn eines einstigen Ehinger Forstmeisters ist ein anerkannter Leber-Spezialist und Chef der Freiburger Uni-Kliniken und war zum Zeitpunkt des Treffens in Sachen Wissenschaft und internationale Kontakte in den USA. Als einen Höhepunkt des Abends bewertet Veit Feger den Auftritt eines Vokal-Quintetts einstiger Konviktoren: Ludwin Christmann, Erwin Kühnhöfer, Otto Pferdt, Bruno Schmid und Rudolf Waizenegger sangen Kontrafakturen aus ihrer Zeit im Konvikt - bekannte Melodien mit neuen Texten, in denen auch ein gewisser Heinz (Wiese) aus Berkach vorkam, "damals eine schulbekannte Größe", schreibt Feger, der früher öfters im Konvikt genächtigt hatte: "Der kam rein, wo sie alle doch bei Nacht gern raus gegangen wären." Das größte Problem, meinte Bruno Schmid lächelnd, sei für die damaligen Konviktoren die Einschränkung der Freiheit gewesen; wer damals mehr als einmal mit einem Mädchen in der Stadt spazierengehend beobachtet wurde, dem sei das Verlassen des Hauses nahegelegt worden.

Doch so viel Arbeit

Überrascht hat Nora Bruchertseifer in ihrer Praktikums-Woche in der Ehinger Redaktion der SÜDWEST PRESSE das Pensum der Redakteure. "Ich hätt nicht gedacht, dass es so viel Arbeit ist", meinte die 16-jährige Ehingerin gestern. Dass meist jedes Detail jeder Meldung selbst erarbeitet werden muss, war ihr zuvor nicht klar gewesen. "Und dass man auf so vieles achten muss, was man reinschreibt." Sie lernte unter anderem, Meldungen zu schreiben, und dass sich die SÜDWEST PRESSE einem Pressekodex des Deutschen Presserats verpflichtet hat. Gar nicht so leicht war es für die Schülerin am Studienkolleg Obermarchtal bei einer Straßenumfrage, "Leute zu finden, die sich zitieren lassen und dann auch mit ihrem Namen zu ihrer Meinung stehen".

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