Kleine Schule mit großem Angebot

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Zufriedene Gesichter: Die Kinder aus dem Bastelkurs mit Rektor Tobias Tress und Carola Gerstenkorn vor dem selbst gebastelten Adventskranz samt Kugeln.  Foto: 

Regelunterricht, auf Wunsch Mitttagessen, an drei Tagen Hausausgabenbetreuung, Spiele, Basteln, Vorlesen, Gitarren-Unterricht, Fußball und vieles mehr gibt es an der kleinen Grundschule Oberstadion. Rektor Tobias Tress möchte in Absprache mit dem Schulträger „das große Programm an der kleinen Schule noch vielfältiger gestalten“. Er denkt dabei an „eine Kooperation Schule und Vereine“. Das böte beispielsweise dem Musik- und dem Sportverein die  Möglichkeit, mit den Kindern früh in Kontakt zu kommen.

Hochwertiges Programm

Offiziell ist Schule keine Ganztagsschule; ein Antrag nach dem Schulgesetz, Paragraph 8, wurde nie gestellt. „Ich möchte die Eltern nicht verpflichten, ihr Kind an fünf Wochentagen den ganzen Tag in die Schule zu schicken“, sagte Tress in einem Pressegespräch, in dem er das Konzept vorstellte. Es sei ein qualitativ sehr hochwertiges Ganztagsprogramm montags, dienstags und donnerstags von 7.30 bis 15.45 Uhr und mittwochs und freitags bis 12.45 Uhr.

Das Angebot schultern Tress und seine sechs Kollegen mit zehn Jugendbetreuern und mit Hilfe Ehrenamtlicher. Ohne Letztere sei das Zusatzprogramm nicht zu schaffen, wie etwa mit den Vorleserinnen aus der Bücherei, Birgit Ege und Sandra Volz, sowie mit Anna Weiß, die an zwei Tagen den Kindern vor dem Unterricht und in den Pausen vorlesen. DRK-Kräfte, darunter Brigitte Förster und Rita Kehrle, lehren die Kinder, wie man sich bei kleinen Verletzungen verhält oder Pflaster anbringt. Durch die Teamarbeit aller könne die Ganztagsbetreuung kostenfrei angeboten werden, was an vielen Schulen nicht möglich sei.

An der Oberstadioner Schule zahlen die Eltern lediglich für das hochwertige Mittagessen, das seit Herbst aus der Küche „Gastromenü Ulm“ kommt, je 4,10 Euro. Für Gastromenü sei die Entscheidung, nach einer Betriebsbesichtigung mit einigen Eltern gefallen. 20 Grundschüler und sieben Kindergartenkinder würden das Angebot genießen. Für das Zusatzangebot wurde nach der Auflösung der Hauptschule im Herbst der Bereich umgestaltet. Seither gibt es ein Speisezimmer und separate Räume für Kinder, die sich nach dem Essen ausruhen wollen, und für die Schüler, die sich bewegen wollen, entsprechende Räume.

Beim Mittagstisch sorgen sich Erika Kehrle, Rosa Traub und Anna Weiß von Montag bis Freitag um die Kinder, im Bewegungsraum und beim Spielen passen die Jugendbetreuer und Lehrkräfte auf. Die Pädagogen und Susanne Wrobel-Wiedmann helfen bei den Hausaufgaben. Carola Gerstenkorn bastelt am Montag mit den Schülern, dienstags gibt der Rektor 14 Dritt- und Viertklässlern Gitarren-Unterricht. Dienstags und donnerstags leitet Wrobel-Wiedmann auch die Spiele-AG, dann wird in der Turnhalle auch gekickt. Für die Schülerbeförderung an den langen Tagen wird vom Schulträger gesorgt.

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