Klänge verursachen nasse Augen

"Abendmusik in Unterstadion" war der Titel eines Kirchenkonzerts, das in der Kirche St. Ulrika zu hören war. Im Mittelpunkt stand die gerade renovierte Orgel, sie wurde begleitet von weiteren Instrumenten.

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Selina Rapp, Chantal Kistella, Alexandra Matheußer, Vanessa Rapp, Ruth Seethaler, Frieder und Johannes Seethaler (von links) haben das Kirchenkonzert in St. Ulrika in Unterstadtion gestaltet. Foto: Eugen Schlegel

Anlässlich der abgeschlossenen Orgelrenovierung durch die Oberessendorfer Firma Wiedenmann und des Gedenktages der Kirchenpatronin, der Seligen Schwester Ulrika, hatte Organistin Ruth Seethaler ein Abendkonzert, in der Kirche organisiert. Dies berichtet Jörg Seethaler.

Im Mittelpunkt habe die Orgel gestanden, die "strahlend schön" geklungen habe. Besonders beeindruckend für die Besucher sei das abwechslungsreiche Programm gewesen, dessen Bogen von Meisterwerken Johann Sebastian Bachs bis hin zu Komponisten des 20. Jahrhunderts reichte. Hervorzuheben sei auch die klangliche Vielfalt. Ruth Seethaler war es gelungen, junge Musiker aus dem Dorf mit "berührenden Arrangements" einzubinden. So ergänzten Chantal Kistella (Querflöte), Selina Rapp (Oboe), Vanessa Rapp und Alexandra Matheußer (beide Fagott) sowie Frieder und Johannes Seethaler (Viola und Cello) den Klang der Orgel.

Besonders erfreut gewesen seien die Konzertbesucher nach der Komposition "Amate Adea" von Paul Jenkins, einem Zeitgenossen. Dabei waren alle Instrumente erklungen, sie spannten ihre Melodiefäden zusammen mit der Orgel zu einem fantastischen Ganzen, heißt es im Bericht.

Auch habe es Ruth Seethaler verstanden, die hervorragend besetzten Soloinstrumente in feiner Zwiesprache mit der Orgel zu begleiten. Auffällig sei hier vor allem die Farbigkeit der einzelnen Register gewesen, die seit der Renovierung der Orgel zu hören sind. Dass diese nicht umsonst als "Königin der Instrumente" bezeichnet wird, habe Ruth Seethaler in den mächtigen Präludien Bachs ebenso gezeigt wie in der fein und äußerst transparent registrierten und interpretierten "Cantilène réligieuse" von Théodore Dubois. Das gemeinsame Abendlied "Du lässt den Tag, o Gott, nun enden" gestalteten alle Musikerinnen und Musiker mit.

Dass Musik zu Herzen gehen kann, das habe sich am langen Applaus für die Künstler und auch an den nassen Augen so mancher Konzertbesucher gezeigt. Pastoralreferentin Sonja Neumann bedankte sich im Namen der Kirchengemeinde bei Ruth Seethaler und den Musikern und lud im Namen des Kirchengemeinderats nach Konzertende die Gemeinde zu einem Imbiss ein, dessen Erlös der Orgelrenovierung zu Gute kommen werde.

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