Kinderhaus "Rosengarten" eröffnet

Am kommenden Montag öffnet das Kinderhaus "Rosengarten". Nach einem halben Jahr Bauzeit bietet es künftig Ganztagesbetreuung von 7 bis 17 Uhr. Es gibt sowohl Kindergarten- wie auch Krippenplätze.

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Stolz und voller Vorfreude auf das neue Kinderhaus "Rosengarten": Oberbürgermeister Alexander Baumann, Stadtbaumeister Heinz Fiesel und Sozialbürgermeister Sebastian Wolf (von links) am Tisch in einem Gruppenraum sowie Leiterin Theresa Junginger vor einem Fenster mit Blick ins Grüne.  Foto: 

Das Wetter zeigte sich am Donnerstag so, wie es sich in den Wintermonaten in Ehingen häufiger einmal einstellt: gräulich-neblig. Doch obwohl dem so war, die Räume des neuen Kinderhauses "Rosengarten" mit den großen Fensterfronten waren lichtdurchflutet. Egal, ob im großzügigen Eingangsbereich oder den Gruppenräumen, in denen von kommender Woche an Kindergarten- und Krippenkinder betreut werden: Das neue Kinderhaus ist ein Ort des Lichtes.

Dabei sind es nicht nur die großen Fenster, die das Gebäude hell und freundlich erscheinen lassen, wie Sozialbürgermeister Sebastian Wolf am Donnerstag auf einer Begehung der neuen Einrichtung sagte: "Was mir gefällt sind die Details und die vielen Blickverbindungen, ganz gleich, in welchem Raum man sich befindet." Was er damit etwa meint, mag für Außenstehende profan wirken: Fenster, durch die man vom Waschraum aus in den Gruppenraum gucken kann. Für die 15 Mitarbeiter - sechs Vollzeit- und neun Teilzeitkräfte - aber erleichtert das die Betreuung der Kinder.

Kindergarten und Krippe sind in dem L-förmigen Gebäude farblich voneinander unterschieden. Der Kindergartenbereich, in dem im Endausbau in zwei altersgemischten Gruppen je 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut werden können, sind der Boden orange und die Türen gelb gehalten. Im Krippenbereich - hier können in zwei Gruppen je zehn Kinder von einem bis drei Jahren betreut werden - ist es umgekehrt: gelber Boden, orangefarbene Türen.

Ansonsten gibt es im gesamten Gebäude viel Grün. Jeder Gruppenraum hat einen Nebenraum - "Zum Beispiel für den Fall, dass ein Teil der Gruppe ein Projekt macht", erklärt Theresa Junginger. Die gelernte Erzieherin ist die Leiterin des neuen Kinderhauses. Zudem hat jeder der beiden Bereiche einen eigenen ovalen Sinnesraum, in dem die Kinder etwa entspannen können, sagt sie - oder durch Fenster in der Decke gen Himmel schauen.

Beiden Bereichen ist zudem gemein, dass sie breite Spielflure haben, auf denen sich die Kinder auch an Tagen, an denen Bewegung im Freien nicht möglich ist, austoben können. Und wenn die Flure nicht ausreichen, kann in den 120 Quadratmeter großen Bewegungsraum ausgewichen werden. Der ist bei Bedarf durch die Öffnung einer Trennwand um weitere 60 auf 180 Quadratmeter erweiterbar. "Der könnte dann auch als Bürgersaal für den künftigen Stadtteil Rosengarten genutzt werden", sagte Oberbürgermeister Alexander Baumann.

Ohnehin besticht das rund 1300 Quadratmeter große Gebäude, dessen Bau 2,64 Millionen Euro kostet und vom Ehinger Architekten Steffen Glöckler konzipiert wurde, durch seine zukunftsgerichtete Bauweise. Die drückt sich in dem multifunktionalen Bewegungs- und Gemeinschaftsraum ebenso aus wie in der energieeffizienten Bauweise. Das Haus ist ein so genanntes Energie-Plus-Haus: Es produziert unter anderem über die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage mehr Energie, als es verbraucht.

Die Zukunftsorientierung zeigt sich aber auch in der Möglichkeit, an beiden Enden des Gebäudes Räume für je eine weitere Gruppe, zehn weitere Kleinkind- und 20 weitere Kindergartenplätze, bauen zu können. "Das entspricht unserem Konzept, bedarfsorientiert anzubieten", sagte Baumann. Oder auf die Öffnung des Kinderhauses übertragen: Zunächst wird mit drei Gruppen gestartet - 21 Plätze in zwei Kindergartengruppen sowie sieben in der Krippengruppe - und bei Bedarf auf vier erhöht.

Draußen vor dem Gebäude mit der Holzfassade wird noch an der Zufahrt gebaut und auch die Außenspielflächen mit Kletter- und Spielangeboten sowie Bachlauf entstehen erst. Doch so, wie sich die Infrastruktur drumherum täglich entwickelt, wird auch das Kinderhaus mit dem Einzug der Kinder organisch wachsen. Kinderhaus-Leiterin Junginger jedenfalls freut sich, dass es nun losgeht und sie nach und nach immer mehr Kinder an diesem Ort des Lichtes begrüßen kann: "Die Vorfreude ist wirklich riesig."

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