Kabarett begeistert 150 Besucher

Die VHS hat in Munderkingen den Geschmack der Besucher getroffen, wie sich Leiter Erich Pöschl freut.

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In Munderkingen war die Gruppe „Die Drei vom Dohlengässle“ zu sehen.  Foto: 

Gut 150 Besucher waren am Freitag daran interessiert, was es „Neues aus dem Dohlengässle“ gibt. Auf Einladung der VHS waren sie bei den beiden Klatschbasen Josephe (Dietlinde Elsässer) und Hildegard (Ida Ott), wie Erich Pöschl berichtet. Die bereiteten sich auf den Besuch der neuen Mitbewohnerin vor und spekulierten schon mal fröhlich drauf los darüber, wie die Neue in der Dohlengasse wohl sein würde. Als die weitgereiste und weltmännisch auftretende Emma (Gina Maas) schließlich eintrifft, ist die Überraschung groß. Statt eines leckeren Käsekuchens hat er Gast nur einen alten Hefezopf mitgebracht. „I bin Mülltaucherin“, ließ sie die völlig konsternierten „Grazien“ wissen, „I sammel’ die Sachen, die die Leut’ wegschmeißen“, berichtete sie mit einer Mischung aus schwäbischen und amerikanischen Akzenten. Sie käme gerade vom australischen Outback, ließ die Neue wissen.

Nur wie erklärt man zwei schwäbischen Nesthockern diesen Begriff? „Also, das ischt sozusagen JWD. Viel Land und nichts sonst“, versuchte es Emma zu charakterisieren. „Also wie Rottenacker!“, kam die prompte Antwort, und der Begriff „Outback“ hatte seine Fremdheit verloren. Dieses Beispiel zeigt gleichzeitig den Humor der „Drei von der Dohlengasse“: Pointierter Wortwitz, schlagfertige Dialoge oder in dem Fall fast Trialoge, ohne ins Derbe und Vulgäre abzugleiten, schreibt Pöschl.

Sie stamme, so erzählte Emma den beiden weiter, eigentlich von Tigerfeld, und sei in jungen Jahren mit ihrer Mutter in den hohen Norden gezogen. „Ja“, so hakte Josephe gleich ein, „da misset au Leit wohna, sonst wär’s bei ons voll bis under’d Biehne!“

Aber nicht nur mit ihren witzigen Gesprächen begeisterten die drei ihre Zuschauer, auch mit einigen Liedern, wie zum Beispiel „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“, „Schau mich bitte nicht so an“ und „Besame mucho“. Natürlich mit etwas abgewandelten Texten, aber vorgetragen mit hervorragender stimmlicher Qualität. Der lang anhaltende Applaus am Ende der Veranstaltung spiegelte die Begeisterung des Publikums wider.

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