Junges Ehingen wünscht sich ein Radwegekonzept und eine Hochschule

Mehr öffentliche Sportplätze, die Notunterkünfte in der Murrengasse sanieren, eine Baugenossenschaft für die Untere Stadt - das sind Ziele und Vorschläge der Liste Junges Ehingen für die Kommunalwahl.

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Mit Blick auf die Untere Stadt bringt Junges Ehingen die Idee einer Genossenschaft ins Spiel, über die Ehingen selber Häuser sanieren oder bauen und weitervermieten oder verkaufen könnte. Foto: Andreas Hacker

Ehingen entwickelt sich gut. Bitte nennen Sie in drei kurzen Sätzen, was aus Ihrer Sicht in den kommenden Jahren die drei dringlichsten Aufgaben sind, die jetzt angegangen werden müssten.

JUNGES EHINGEN: Lokale Wirtschaft und Familien unterstützen, indem eine Kinderbetreuung zu günstigeren Tarifen und mit praxisnahen Öffnungszeiten angeboten wird. Kontinuierliches Vorantreiben ökologischer Technologien im öffentlichen Raum oder in öffentlichen Gebäuden (maximale Einsparmöglichkeiten und Nutzung regenerativer Energien). Zeitnahe Umsetzung des Radwegekonzeptes, damit auch die Sicherheit der "kleinen" Verkehrsteilnehmer gewährleistet werden kann.

Gibt es einen Fleck in Ehingen, der Ihnen nicht gefällt und den Sie gern verschönert haben möchten?

JUNGES EHINGEN: Ja, zum Beispiel die Notunterkünfte in der Murrengasse könnten saniert werden.

Bitte vervollständigen Sie: Damit Ehingen eine familienfreundliche Stadt bleibt, ist es notwendig, dass der neue Gemeinderat . . .

JUNGES EHINGEN: . . . alles dafür tut, Ehingen in seiner Gesamtheit noch attraktiver für Jugendliche, junge Erwachsene und Familien zu gestalten (siehe Kinderbetreuung, Innenstadtentwicklung, Freizeitangebote, Ehinger Hochschule und anderes)

In der Ehinger Innenstadt wird bezahlbarer Wohnraum knapp. Wie soll der neue Gemeinderat darauf reagieren?

JUNGES EHINGEN: Da dieses Thema ein sehr komplexes ist, an dem nicht nur die Stadt Ehingen beteiligt ist, sondern auch Investoren, private Häuslebauer und Gesetze der Marktwirtschaft, fordern wir ein ganzheitliches Wohnraumentwicklungskonzept zu erarbeiten, um attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu garantieren.

Zu den Ehinger Sorgenkindern gehört die Untere Stadt. Wo sehen Sie Ansatzpunkte zur Belebung?

JUNGES EHINGEN: Leerstand beziehungsweise Brachflächen müssen weiterhin von der Stadt gekauft, aufbereitet, vermarktet und wieder verkauft werden. Ehingen könnte auch über eine Genossenschaft selber Häuser sanieren oder bauen und weitervermieten oder verkaufen.

Für die Längenfeldschule hat der Gemeinderat die Weichen gestellt. Was könnte zur Stärkung der Michel-Buck-Schule getan werden? Was wird aus der Werkrealschule Kirchbierlingen?

JUNGES EHINGEN: Die Werkrealschule Kirchbierlingen sollte so lange es möglich ist erhalten bleiben. Bei der Michel-Buck-Schule bleibt abzuwarten, ob sie nicht auch mittelfristig in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden kann.

Was würden Sie gern ändern, wenn Sie das Geld dazu hätten? Oder: Wenn Geld keine Rolle spielt, welches Vorhaben würden Sie gern umsetzen?

JUNGES EHINGEN: Eine Hochschule samt Wohnheim im alten Schleckerkomplex. Natürlich könnte man dann auch gleich das passende Studentencafé oder den passenden Club auf dem Dach des Gebäudes einrichten.

Wie geht es für Sie weiter mit Ortschaften und Ortschaftsverfassung?

JUNGES EHINGEN: Um auch in Zukunft die Interessen der einzelnen Ortschaften im Gemeinderat zu vertreten, ist es notwendig, dass Ortschaftsräte bestehen bleiben. Sie kennen die Bedürfnisse und Gegebenheiten in ihrem Ort am besten.

Was kann der Gemeinderat tun, um Ehingen als Standort für Unternehmen zu stärken?

JUNGES EHINGEN: Eine Ehinger Hochschule wäre nicht nur für Unternehmen ideal!

Wenn Sie an die Jugend denken: Gibt es Angebote, die Sie in Ehingen vermissen? Gibt es Initiativen, für die Ihre Liste steht?

JUNGES EHINGEN: Es sollte wieder ein Ehinger Festival geben, was mit dem "StadtJugendRing - Alte Post e.V." verwirklicht werden könnte.

Setzt sich Ihre Liste besondere Ziele für eine lokale Umweltpolitik? Wenn ja, welche?

JUNGES EHINGEN: Zum Beispiel Flächenverbrauch: Wir werden in Zukunft nur Neubaugebieten zustimmen, wenn wir uns davon überzeugt haben, dass alle anderen Möglichkeiten, in den Orts- und Stadtkernen Brachflächen zu aktivieren, ausgeschöpft sind.

Ehingen ist mit dem Projekt Nachhaltige Stadt engagiert für Klimaschutz und Energiewende. Was wären für Sie hier die nächsten Schritte?

JUNGES EHINGEN: Gesetzte Ziele konkret umsetzen.

Mit dem Spätbus hat Ehingen einen Versuch gestartet, die Ortschaften über den öffentlichen Nahverkehr besser an die Kernstadt anzubinden. Wie bewerten Sie das Angebot?

JUNGES EHINGEN: Die Taktung sowie Zeiten müssen weiter verbessert werden. Aber auch die Menschen in den Ortschaften sind klar dazu aufgerufen, das bestehende Angebot massiv zu nutzen. Denn nur wenn sich das bestehende Angebot trägt, kann es erweitert und verbessert werden.

Was muss Ehingen tun, damit die Innenstadt lebendig bleibt?

JUNGES EHINGEN: Die Innenstadt muss weiterhin für Investoren, Unternehmer und Geschäftsleute attraktiv beworben werden, damit sich weiterhin neue Geschäfte ansiedeln. Des Weiteren kann die Stadt verstärkt Events - auch von privaten Veranstaltern - unterstützen und fördern.

Wenn der Marktplatz (Volksbank) und die Sonnengasse neu gestaltet werden, was würden Sie sich an dieser Stelle wünschen?

JUNGES EHINGEN: Die Entscheidung trifft letztendlich der Eigentümer, aber eine Markthalle wäre durchaus eine Option, um die Ehinger Innenstadt weiter zu stärken.

Bitte vervollständigen Sie diese Sätze: Schnelles Internet ist . . .

. . . mittlerweile eine elementare Sache - sowohl privat als auch für die Wirtschaft.

Beim Thema Freizeit in Ehingen vermissen wir . . .

. . . mehr öffentliche Sportplätze beziehungsweise die Sanierung der bestehenden.

Das Kulturangebot in Ehingen ist . . .

. . . sehr gut und vielfältig, allerdings nicht für junge Menschen!

Eine große Sporthalle beim Johann-Vanotti-Gymnasium . . .

. . . ist überflüssig, da es eine neu sanierte im Längenfeld gibt und das Gymnasium dann drei Sporthallen hätte.

Als Fußgänger in der Innenstadt wünschen wir uns

. . . weitere Erleichterungen für Menschen mit Behinderung und weitere Belebung der Geschäftswelt.

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