Jede Menge Spuren in der Oberschaffnei

Was hier geschieht, bewegt viele. "Hier hab ich früher, ziemlich erfolglos, Klavierunterricht gehabt", sagt Stadtbaumeister Heinz Fiesel im zweiten Obergeschoss der Oberschaffnei.

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Am Dachstuhl werden die Holzböden ausgebaut, so wird der gewaltige Raum bis zum First sichtbar.  Foto: 

Was hier geschieht, bewegt viele. "Hier hab ich früher, ziemlich erfolglos, Klavierunterricht gehabt", sagt Stadtbaumeister Heinz Fiesel im zweiten Obergeschoss der Oberschaffnei. Jetzt findet dort ein Teilabbruch statt, am Freitag haben OB Alexander Baumann und Architektin Anja Stemshorn mit ein paar symbolischen Hammerschlägen auf altes Fachwerk den Start dazu gegeben. Mitarbeiter der Firma Mayer aus Ulm entfernen, was alt ist, und finden dabei jede Menge Botschaften von früher. Die verstaubte Sprudelflasche mit dem Aufdruck "Georg Bauer z. Blumenschein Ehingen" weckt bei Fiesel Erinnerungen an das frühere Gasthaus an der Pfisterstraße. Im ehemaligen Lehrer-WC zertrümmert ein Bohrhammer die Fliesen; wo die Volkshochschule früher Italienischkurse abhielt, sind die Wände schon abgeschlagen.

Nicht alles, was ausgebaut wird, kommt auch weg: "Bleibt im Haus" steht auf der alten Tür, die an einer Wand lehnt: "Das ist eine der ganz alten Türen noch aus dem 17. Jahrhundert", sagt Anja Stemshorn und zeigt auf die gehämmerten Bänder. Deshalb werden die gut erhaltenen Zargen, die es auch noch gibt, nicht von Bauarbeitern ausgebaut, sondern vom Zimmermann. Ziel ist, sie nach Möglichkeit wiederzuverwenden. Mit dem eindrucksvollen Dachstuhl hat die Architektin etwas Besonderes vor: Er soll freigelegt und später von der Theaterebene aus bis zum First sichtbar sein.

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