Islamisten schrecken vor nichts zurück

In der ersten Veranstaltung von "Christsein bewegt" referierte Schwester Hatune Dogan in Rißtissen über die Verfolgung , der Christen ausgesetzt sind.

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Schwester Hatune Dogan schreibt eine persönliche Widmung in eines ihrer Bücher.  Foto: 

"Es geht ums Überleben der Christen in Syrien, der Türkei und im Nordirak. Über die Ungerechtigkeit der Christenverfolgung darf man nicht schweigen." Mit diesen Worten hat Schwester Hatune Dogan vor mehr als 60 Zuhörern im Gemeindehaus "Arche" in Rißtissen die Situation der Christen in dem Krisengebiet dargestellt, berichtet Wolfgang Reitmayer.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Christsein bewegt" der katholischen Seelsorgeeinheit Donau-Riß und der evangelischen Kirchengemeinde in Ersingen hat die syrisch-orthodoxe Klosterfrau anhand eigener Erlebnisse aufgezeigt, mit welcher Brutalität die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) gegen die Christen in Syrien und dem Nordirak vorgehe.

Die Schwester ist in der Südosttürkei geboren und musste als Jugendliche mit ihren Eltern nach Deutschland fliehen. Heute lebt sie in einem syrisch-orthodoxen Kloster in Warburg in Westfalen. Die Gegend in der Südosttürkei, in der sie aufgewachsen ist, habe die christliche, aramäische Kultur bis heute bewahrt. Bis ins 8. Jahrhundert war die Türkei ein rein christliches Land. Im Jahr 1915 war der christliche Anteil der Bevölkerung noch bei 20 Prozent, heute liegt er bei 0,03 Prozent. Im gesamten Orient leben noch knapp 6 Prozent Christen.

Die Islamisten schrecken vor nichts zurück, sagte Schwester Hatune. Entweder die Christen in den eingenommen Gebieten konvertierten zum Islam oder sie würden auf teilweise grausame Weise umgebracht. Nach Aussage von Schwester Hatune duldet der Koran keine Freundschaft von Muslimen mit Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften.

Mit ihrer Stiftung "Helfende Hände für die Armen" versucht Schwester Hatune, seit 2010 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, mit ihren Mitarbeitern, den Christen, die in die Türkei und nach Syrien geflohen sind oder im Nordirak leben, materiell zu helfen. Vor allem die Versorgung mit Lebensmitteln stehe im Vordergrund. Auch den vielen traumatisierten Menschen und vergewaltigten Frauen lasse sie Hilfe zukommen und höre sich deren Erlebnisse an.

Info Am Sonntag, 11. Januar 2015, 18 Uhr, spricht Michael Lobenhofer, Geschäftsführer der Notfallseelsorge für Ulm/Alb-Donau-Kreis, über das Thema "Wenn die Not Worte verschlingt - du bist nicht allein!"

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