INTERVIEW · BENEDIKT MAIER (GRÜNE): Schöner Groggensee

Benedikt Maier ist Fraktionssprecher der Grünen im Ehinger Gemeinderat. Der 23-Jährige sieht für Ehingen am Groggensee ein großes Potenzial.

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Warum kandidieren Sie? Was hat Sie politisch aktiv werden lassen?

BENEDIKT MAIER: Ich war schon im Kindesalter politisch interessiert. Habe früh Zeitungen gelesen und mich für aktuelle Belange interessiert. Dieses Interesse hat sich dann im Laufe der Jahre weiter verfestigt und ich bin Mitglied der Grünen geworden. Das bin ich seit sechs Jahren, ich hab schon jetzt viele Erfahrungen gemacht. Ich sehe das Parteiprogramm meiner Partei allerdings nicht als Dogma; in meiner eigenen Meinung und der offiziellen Parteilinie gibt es durchaus Unterschiede. Parteien sollten Menschen nicht vorgeben, was sie zu denken haben, sondern Menschen vereinen, die ähnliche Vorstellungen einer besseren Zukunft haben.

Wie sieht ein junger Erwachsener Kommunalpolitik? Ist das bedeutend, ein bisschen wichtig oder belanglos?

MAIER: Junge Erwachsene sehen Kommunalpolitik pragmatischer. Sie halten sich nicht mit Institutionellem auf, sondern gehen Probleme direkt an. Der Skaterplatz in der Berkacher Straße ist da ein gutes Beispiel. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Wir brauchen mehr junge Erwachsene in der Kommunalpolitik, die die angestaubten Prozesse im Gemeinderat auflockern.

Warum sollte man als junger Mensch im Alter von 16 oder 17 Jahren am 25. Mai bei der Kommunalwahl wählen gehen?

MAIER: Wählen zu gehen, ist keine Pflicht - es ist vielmehr ein Beitrag, der, wenn man richtig überlegt, tatsächlich Sinn macht. Wählen ist denkbar unkompliziert - gleichzeitig hat jede Stimme Einfluss darauf, was in Ehingen vorangebracht wird. Und mal ehrlich, wer hat denn schon tagsüber am Sonntag etwas Besseres vor?

Werden Sie Wahlkampf betreiben? Wenn ja: wie?

MAIER: Na klar! Der Wahlkampf ist für uns Grüne schon lange im Gang. Wir hängen Plakate, verteilen Flyer und sind an den Wochenenden mit Ständen in der Innenstadt vertreten. Wir versuchen mit den Menschen in Ehingen ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, welche Vorstellungen sie vom Ehingen der Zukunft haben.

Was sind Ihre Ziele?

MAIER: Ehingen muss auch in Zukunft eine Stadt sein, in der Menschen gerne leben und arbeiten. Dabei müssen wir nachhaltige Entscheidungen treffen. Entscheidungen, von denen wir, aber insbesondere zukünftige Generationen profitieren. Deswegen ist mir wichtig, dass wir in Ehingen unseren Teil zur Energiewende beitragen und den Flächenverbrauch nach außen weiter verringern.

Was muss sich in Ehingen aus Ihrer Sicht ändern, damit die Stadt für junge Menschen attraktiv bleibt oder attraktiver wird?

MAIER: Ehingen verliert junge Menschen, wenn der Eindruck entsteht, ab acht Uhr Abends würden die Gehsteige hochgeklappt. Ehingen muss eine lebendige Stadt sein, die für Jugendliche und junge Erwachsene etwas zu bieten hat. Gerade am Groggensee sehe ich da großes Potenzial. Besonders im Sommer ist der Park Ehingens Schmuckstück! Was spricht dagegen, diesen für sommerliche Veranstaltungen zu nutzen?

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