Integration kein Selbstläufer

Bei "Hand in Hand" haben sich deutsche und türkische Mitbürger um mehr Integration bemüht. Beim Abschluss wurde eine positive Bilanz gezogen.

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Beim Abschlussfest von "Hand in Hand" zeigten Kinder Tänze. Foto: Kirsch

Mit dem Singen beider Nationalhymnen begann die Abschlussveranstaltung des Projektes "Hand in Hand", bei dem türkische und deutsche Ehinger unter dem Oberthema "Gesundheit" für mehr Integration zusammengearbeitet haben. In der Turnhalle der Michel-Buck-Schule führte Alper Güngör durch ein 75-minütiges Programm, in dem sich Grußworte mit Liedern und Tänzen von türkischen Kindern abwechselten. Für die bunten Auftritte ließen sich Kinder der Michel-Buck-Schule, der Grundschule im Konvikt und der Längenfeldschule begeistern. Salman Umut hatte die Kinderbeiträge zusammengestellt. Gemeinsame Gruß- und auch gemeinsame Abschlussworte sprachen die Vorsitzende der Lokalen Agenda, Ursula von Helldorff, und der Vorsitzende des Ehinger Moscheevereins, Servet Sönmez. In einem informellen Teil überreichte Wolfgang Matti vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Zertifikate an die Teilnehmer des Integrationskurses Deutsch.

Die Integration sei nicht auf dem Papier entworfen worden, sondern aus den Alltagsbedürfnissen entstanden, meinte Oberbürgermeister Alexander Baumann in seinem Grußwort. Die Stadt arbeite an einem Integrationsbericht, der unter anderem die Themen Ausbildung, Bildung und Arbeitsleben umfasse, kündigte Baumann an. Ganz oben auf der Agenda der Integration stehe das Bemühen um Chancengleichheit, bemerkte Kriminaldirektor Karl-Heinz Keller, der leitende Direktor der Ulmer Polizeidirektion. Integration sei kein Selbstläufer, warnte Keller. "Es ist wichtig, die Kultur und Sprache des Landes zu kennen, in dem man lebt", sagte Sibel Sahin, die Vizekonsulin des türkischen Generalkonsulats.

Ursula von Helldorff umriss kurz die Arbeit der Elternmentoren, die an Schulen als Brückenbauer zwischen Eltern und Lehren vermitteln (wir haben berichtet). Man müsse sich Zeit nehmen, um gegenseitiges Vertrauen zu gewinnen, schloss Ursula von Helldorff am Ende des Festes. Die Bilanz fiel positiv aus. Die Vorträge in der Moschee werden jedoch vorerst nicht fortgeführt.

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