Im Schelklinger Bahnhof entstehen Wohnungen

Der Bahnhof in Schelklingen ist verkauft. Das Gebäude soll umgebaut werden - geplant sind Studentenwohnungen, ein Kiosk und eine Gastronomie.

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Werner Falkenstern aus Schelklingen hat den Schelklinger Bahnhof erworben. Seine Firma WeFa Pool mit Büro in Ringingen bietet auf den Kunden abgestimmte Schwimmbäder mit Salz-Elektrolyse-Wasseraufbereitung an.

Bereits jetzt, noch im Herbst, soll mit dem Umbau des Bahnhofs begonnen werden. Falkenstern plant den Einbau von mehreren Studentenwohnungen im Obergeschoss. Neben drei bis vier Einzelwohnungen sollen auch Räume für Wohngemeinschaften entstehen. Studentenwohnungen seien in Ulm absolute Mangelware, durch die gute Zugverbindung von Schelklingen nach Ulm seien die Wohnungen sicher gefragt, sagt Falkenstern.

Im Erdgeschoss plant Falkenstern den Einbau eines Kiosks, in dem Zugreisende einen Kaffee und Schüler auch "was Gesundes" kaufen können. Außerdem ist ein Gastronomiebetrieb geplant, der ein- bis zweimal in der Woche als Seniorentreffpunkt genutzt werden soll. Falkenstern stellt sich vor, dass sich die Senioren dort zum Kaffee treffen können. "Einen eigenen Kuchen mitzubringen sollte dort kein Problem sein", sagt er. Interessierte Firmen sollen Kaffee und Tee laut den Vorstellungen Falkensterns als Spende an die Älteren ausschenken. Im Kellergeschoss werden unter Umständen noch zwei Proberäume für junge Bands entstehen.

Gekauft hat Falkenstern den Bahnhof von der Firma Main Asset Management (MAM) im hessischen Dreieich. Schelklingen gehörte wie Munderkingen zum Paket von ursprünglich einmal mehr als 1000 Bahnhöfen, das internationale Eigentümergesellschaften von der Bahn gekauft hatten. Zahlreiche Bahnhöfe sind wieder verkauft - nun auch der in Schelklingen.

Zuvor hatte es zahlreiche andere Pläne für den Bahnhof gegeben. Zeitweise war das Gebäude ein Thema fürs Schelklinger Biosphären-Infozentrum gewesen. Die Mehrheit des Gemeinderats entschied sich dann aber für den Standort Hütten. Bürgermeister Michael Knapp hatte danach die Idee eines "Bürgerbahnhofs", ähnlich wie in Leutkirch: Die Stadt sollte das Gebäude kaufen, eine Genossenschaft sanieren; das Haus sollte dann mit Gastronomie und Veranstaltungsräumen belebt werden.

Jetzt hat aber mit Falkenstern ein privater Investor den Zuschlag erhalten. Der Bahnhof war auch am Mittwoch Thema im Gemeinderat, als es um die Stadtkernsanierung III ging. In deren Rahmen soll auch das Bahnhofsareal ansprechender gestaltet werden. Als "Eingangsbereich zur Stadt" sei es sehr wichtig. Falkenstern wollte gestern noch nicht sagen, ob er mit dem Bahnhof am Sanierungsprogramm teilnehmen kann: Es sei alles noch zu frisch, er müsse sich erst genau informieren. Der Gemeinderat hatte erst am Mittwoch entschieden, den Antrag zur Sanierung auf den Weg zu bringen. Vorgesehen ist ein Förderrahmen von 3,6 Millionen Euro.

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