Hundekot ist wieder Thema

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Der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel (1928 - 2013) wusste Bescheid: „Der Verwaltung täglich Brot ist und bleibt der Hundekot“, spöttelte der erfahrene Kommunalpolitiker. Tatsächlich taucht das anrüchige Thema auch im Schelklinger Gemeinderat in regelmäßigen Abständen auf.

Am Mittwoch legte die Verwaltung den Stadträten ein Merkblatt vor, das Hundehalter zum Aufsammeln des Kots animieren soll. Der Landesbauernverband schildert darin die Gefahren der Hundeausscheidungen – die, über das Grünfutter aufgenommen, bis hin zu Fehlgeburten beim Rind reichen. Eine solche Information der Hundehalter sei ja vom Gemeinderat bei der Debatte um die Hundetoiletten gefordert worden, sagte Bürgermeister Ruckh.

Das Merkblatt sei ja für die Stadträte weniger von Interesse, sagte Engelbert Heuschmid (SPD). Es gehe um die Hundebesitzer in der Stadt. Aber wie sollten diese die Informationen bekommen? Man werde es den Herrchen und Frauchen bei der Anmeldung des Hundes mitgeben, sagte Ruckh. Aber was sei mit denen, deren Hunde schon angemeldet seien?, fragte Heuschmid. Er regte an, das Merkblatt dem Mitteilungsblatt „Stadtbote“ beizulegen. Man könne das mit dem neuen Steuerbescheid nächstes Jahr verschicken, überlegte Bürgermeister Ruckh.

Ein Appell an die Vernunft

Aber er glaubt nicht, dass es zu einer Bewusstseinsänderung komme, wenn die Stadt jetzt eine Massendrucksache herausgebe. Er appelliere an die Vernunft der Hundebesitzer, sagte Ruckh. Man werde das Merkblatt auch auslegen. Er bitte die Stadträte, jeden anzusprechen, der den Hundekot nicht aufsammle. Es gebe auch die Merkblätter zur Meinungsunterstützung. Die Aussprache endete ohne Entscheidung – gut möglich, dass das „täglich Brot der Verwaltung“ bald wieder Thema im Gemeinderat ist.

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