Hunde erschnuppern Menschen im Wasser

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Rettungshunde trainieren in Rottenacker.  Foto: 

Die Rettungshundestaffel Ulm hat am Samstag auf dem Badesee Rottenacker zum dritten Mal ihren Einsatz geübt. Beteiligt waren Boote der Feuerwehren Ehingen, Rottenacker und Munderkingen. 14 Hunde aus dem ganzen Alb-Donau-Kreis, Ulm und Biberach suchten nach „vermissten Personen“ an und im Wasser. Amrei Groß von der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Ulm sagte: „Es sind verschiedene Hunde. Mal ein Straßenhund, mal ein reinrassiger Hund mit Papieren.“ Ob Terrier, Schäferhund, Dalmatiner oder Dogge – sie alle fuhren mit den Booten der Feuerwehren und schnupperten nach den versteckten Menschen.

Vor vier Jahren hatte die Feuerwehr Rottenacker auf dem See einen Ernstfall. Zwei Tage lang wurde ein Mensch gesucht, der freiwillig aus dem Leben geschieden war, wie sich später herausstellte. „Seither üben wir auch auf diesem Baggersee die Rettung und die Bergung von Menschen“, erklärte der Rottenacker Feuerwehr-Kommandant Gerd Grözinger. Mit dabei waren auch die Hundeführerin Linda Cavallini aus Dietenheim und ihr dreijähriger Dalmatiner-Rüde Connor. Der Hund bestand seine Rettungsprüfung erst vor wenigen Wochen. Er stellte sich bei der Übung in Rottenacker auf den Bug des langsam am Ufer entlangfahrenden Munderkinger Feuerwehr-Bootes und bellte in regelmäßigen Abständen. Seine Führerin saß neben ihm und gab ihm durch Halten die nötige Sicherheit.

Weste für den Hund

Apropos Sicherheit: Auch die Hunde waren mit Schwimmwesten gesichert. Zurück zu Connor: Das Boot fuhr an dem dicht bewachsenen Rand des Sees entlang, und plötzlich hob Connor die Schnauze in die Höhe. Das Munderkinger Boot drehte und fuhr dieselbe Strecke nochmals. Und tatsächlich: Im Unterholz saß ein Mann, der auch gleich auf Connor zukam und ihm zur Belohnung Leckerlis schenkte. Im Ernstfall geht es darum, mit den Hunden einen Bereich auf dem Wasser einzugrenzen, in denen mit Tauchern gesucht wird. Wie damals vor vier Jahren, als man tatsächlich nach einem Vermissten suchen musste.

Die Ausbildung der Rettungshunde dauert übrigens zwei bis drei Jahre. Dann können die Hunde die Gase, die von Menschen aus dem Wasser aufsteigen, erschnuppern.

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