Höhere Kosten als geplant: Ärger über Querungshilfe in Obermarchtal

Sicherheit im Verkehr ist Thema in Obermarchtal. An der Straße nach Rechtenstein soll es eine Querungshilfe geben, an der B 311 vielleicht einen Blitzer.

|
Ein stationärer Blitzer soll für mehr Sicherheit sorgen  Foto: 

Die Querungshilfe für Fußgänger an der Landstraße nach Rechtenstein im Bereich von Grundschule und Mehrzweckhalle kommt die Gemeinde teuer zu stehen. Ihr Anteil steigt von ursprünglich 85 000 auf 118 666 Euro; dies sorgte jetzt im Gemeinderat für ärgerliche Mienen und Proteste. Dennoch lasse sich an dieser Konstellation nichts ändern, erklärte Bürgermeister Anton Buck. Bauträger der Maßnahme, die neben der Querungshilfe auch die Anpassung im Einmündungsbereich der Abt-Walter-Straße und einen neuen Gehweg entlang des Grundstücks Kolpingstraße 14 umfasst, ist das Land, die Gemeinde ist nur mit im Boot, weil sie im Interesse der Sicherheit eine Querungshilfe für die vielen Kinder für notwendig hält. Insgesamt soll das Vorhaben 308 082 Euro kosten und der Auftrag ist vom Regierungspräsidium auch schon an die Firma Storz vergeben. Die Gemeinde sollte nun zustimmen, kann aber auch nicht aussteigen aus dem Projekt. Sonst berechnet die Baufirma den entgangenen Gewinn.

Gemeinderrat Anton Röller protestierte und verlangte, unter diesen Umständen auf die Querungshilfe zu verzichten und erneut einen Zebrastreifen als Überweg zu beantragen. Dieser war allerdings von den Behörden schon abgelehnt worden. Nach längerem Hin und Her billigte der Rat schließlich bei der Gegenstimme von Anton Röller die Mehrkosten, allerdings mit fast hörbarem Zähneknirschen.

In den Blick genommen hat die Straßenverkehrsbehörde auch den Bereich der B 311 an der Ortseinfahrt aus Richtung Ehingen, nachdem dort ein Geschäft eröffnet hat. Bei der Verkehrsschau zeigte sich, dass vor allem die Ausfahrt aus dem Parkplatz auf die B 311 sehr riskant ist, zumal dort vielfach zu schnell gefahren wird. Deshalb zieht das Landratsamt laut Bürgermeister Buck in diesem Bereich ein stationäres Blitzgerät in Erwägung, ferner soll ein Verkehrsspiegel für den Verkehr aus Richtung Ehingen für mehr Sicherheit sorgen.

Gemeinderat Anton Röller wandte sich entschieden gegen ein "Abzockgerät", der Verkehr lasse sich auch anders verlangsamen. Die Gemeinde soll eine mobile Geschwindigkeitsanzeige beantragen, die dann auch an anderen Straßen platziert werden könnte. In der nächsten Sitzung wird der Gemeinderat über dieses Thema beraten.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bahn geht in die Offensive

Ein Krisenstab soll die Probleme bei der Donautalbahn beheben. Vor allem Berufspendler und Schüler hatten zu leiden. weiter lesen