Grundsheim: Leitung weicht dem Biber

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Der Biber darf bleiben, das Wasserrohr zieht um: Unter anderem, weil eine Regenwasserleitung aus dem Ort in den Reutibach geleitet wird, die schon seit langem durch einen Biberdamm komplett eingestaut ist, hat sich die Gemeinde Grundsheim vom Biberbeauftragten des Regierungspräsidium Tübingens, Josef Grom, beraten lassen. Ergebnis: Die Leitung soll etwa 120 Meter bachabwärts verlegt werden.

Die Gemeinde hatte im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens 1996 bis 98 den Reutibach in den Taltiefpunkt verlegt und auf der gesamten Länge einen Gewässerrandstreifen mit - auch für Biber - attraktiver Bepflanzung mit einheimischen Gehölzen erstellt. Seit etwa vier Jahren sind dort viele Biberspuren erkennbar. Und weil das aktive Tier streng geschützt ist und der eigentliche Biberbau im Einstaubereich des Biberdamms liegt, "ist eine Entfernung des Biberdamms nicht möglich", schreibt Uwe Handgrätinger aus der Sitzung des Gemeinderats. Um das Problem langfristig zu lösen, wurde im Rat nach längerer Beratung beschlossen, dem Vorschlag des Biberbeauftragten zu folgen und die Leitung zu verlegen. Für anfallende Kosten ist eine Landesförderung von etwa 50 Prozent in Aussicht gestellt. Die restlichen Kosten sind von der Gemeinde zu tragen und können als sogenannte Ökopunkte der Gemeinde angerechnet werden.

Vor dem Brückendurchlass am Ortseingang duldet auch die Naturschutzbehörde keinen Biberdamm, sodass in diesem Bereich gewährleistet sein wird, dass das Problem mit der Regenwasserleitung langfristig gelöst ist. Handgrätinger wurde schließlich vom Gemeinderat beauftragt, die Planung der Leitungsumlegung und deren Kostenermittlung voranzutreiben und gleichzeitig einen höheren Fördersatz beim Land zu beantragen.

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