Großübung von Feuerwehr und DRK in "Maria Hilf"

87 Einsatzkräfte aus Feuerwehren und DRK-Ortsverbänden haben eine großangelegte Übung am Pflegeheim "Maria Hilf" bewältigt. Erstmals wurde dabei ein "Alarmserver" fürs Pflegepersonal erprobt.

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Großübung in Untermarchtal: Notarzt Dr. Andreas Rost weist eine Mitarbeiterin ein, einige Vinzentinerinnen hören interessiert zu. Foto: Hermann Illenberger

Im Aufenthaltsbereich des Pflegeheims "Maria Hilf" nahmen 87 Rettungskräfte am Samstag einen Brand mit starker Verqualmung an, wegen dem sie 47 eingeschlossene Personen retten mussten. Für die große Übung der Feuerwehren aus Unter- und Obermarchtal und Munderkingen mit 36 DRK-Leuten aus Munderkingen, Ehingen, Oberstadion, Erbach, Oberdischingen und Illerkirchberg war Wolfgang Merkle Einsatzleiter. Bergung, Rettung und Versorgung der verletzten Personen standen im Vordergrund, dabei waren auch die Notärzte Andreas Rost (Ehingen) und Christian Fischer (Illerkirchberg).

Die ersten Aufgaben übernahm das Pflegepersonal, das erstmals unter realistischen Bedingungen die hausinterne Alarmierung über einen "Alarmserver" auslöste. Die Großalarmierung über die Ulmer Leitstelle wurde damit gestartet, ebenso eine "Wohnungsalarmierung", wie Frank Friedrich, der Haustechnikleiter des Kloster Untermarchtal, erklärte. Die Rettung der Eingeschlossenen - auch der älteren und gehbehinderten Personen - verlief sehr behutsam, aber doch verhältnismäßig rasch. Dies geschah über das Treppenhaus sowie das äußere Freitreppenhaus und die Drehleiter der Munderkinger Wehr, welche am dritten Stockwerk eingesetzt wurde. Mit schwerem Atemschutz drangen Feuerwehrleute aller drei Wehren ins Gebäude ein und retteten die Menschen.

Die Erstversorgung der Verletzten und Ohnmächtigen in Rettungszelten war dann der Part von DRK-Personal, Notärzten, dem Hauspersonal des Pflegeheims und des anwesenden Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes der Einheit Süd des Alb-Donau-Kreises. Beim Abschlussgespräch mit Abschnittsleiter Kurt Hagel (Munderkingen) und Pflegeheimleiterin Schwester Patricia wurde erwähnt, dass der Löschwassereinsatz minimiert werden konnte. Die Personenerfassung von Patienten, Pflegepersonal und Hausmitarbeitern solle verbessert werden. Die Freitreppenrettung, Fluchtwegepläne und die Zuordnung zu den Sammel- und Behandlungsplätzen müsse optimiert werden. Ebenfalls könne die Verständigung untereinander verbessert werden. Jederzeit solle künftig ein Betreuungsinfo mit Personalangaben und notwendiger Medikamentierung für alle Patienten bereitliegen.

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