Großübung an Gebäuden des Klosters Untermarchtal

Vier Wehren mit 82 Feuerwehrleuten beteiligten sich an der Großübung am Kloster in Untermarchtal.

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Über die Munderkinger Drehleiter wurden einige Personen bei der Übung in Untermarchtal gerettet.  Foto: 

Immer im Juni und Oktober finden an und in Gebäuden des Klosters Untermarchtal Übungen der Feuerwehren aus Untermarchtal, Munderkingen, Obermarchtal und Rottenacker statt. Insgesamt 82 Feuerwehrleute, darunter zwei Frauen, übten das Zusammenspiel der Wehren auf den Ebenen der Alarmierung, Einsatz von Geräten, Funkverständigung, Menschenrettung und Brandbekämpfung. Dazu gehören die wichtige Orts- und Gebäudekennung und deren unterschiedliche Funktionen für das gesamte Rettungswesen.

Nach der Alarmierung war die Untermarchtaler Wehr sehr schnell mit ihrem TLF-10/16-Fahrzeug am Gebäude St. Maria. Einsatzleiter war Gruppenführer Andreas Werz zusammen mit Untermarchtals Kommandant Wolfgang Merkle. Das Szenario: Im Gebäude waren zwölf Personen praktisch eingeschlossen und litten unter der Rauchenentwicklung in den oberen Stockwerken. Jetzt kamen schnell die Munderkinger mit Kommandant Joachim Enderle und dem HLF, TLF und dem Drehleiterfahrzeug hinzu. Obermarchtals Wehr mit dem TLF orientierte sich mit Kommandant Martin Munding sofort, wie koordiniert Löschwasser dem Steigleitungsanschluss an der Donau herangeschafft werden konnte. Ein Feuerwehrteam aus Rottenacker mit Leiter Andreas Dommer wurde ebenfalls alarmiert und war in die Führungsgruppe Munderkingen integriert.

Der Einsatz von insgesamt 20 Atemschutzträgern aus Untermarchtal und Munderkingen stiegen ins Gebäude zur Rettung der Personen dort wurde durch eigens eingesetzte Wehrleute überwacht, die mit Protokoll- und Prüflisten deren begrenzte Einsatzzeit dokumentierten. Die Rettung über die Munderkinger Drehleiter und über den Treppenaufgang verlief reibungslos. Im Gebäude sorgten Drucklüfter für ein rauchfreies Gebäude. Hier kam Löschwasser über C-Leitungen nur kurz zum Einsatz. Die „Befreiung“ einer Person im Aufzug wurde zur Herausforderung, da die Stromzuleitung zur Bewegung des Aufzugs unterbrochen war. Der Haustechniker des Klosters, Florian Braun, war zur Stelle und unterstützte die Retter. Er will demnächst die leitenden Feuerwehrleute für die weiteren Aufzüge in den anderen Gebäuden des Klosters einweisen. Kommandant Wolfgang Merkle war mit der Übung zufrieden. Am Ende gab’s noch ein gemeinsames Vesper.

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