Großes Narrenfest der Ehinger Narrenzunft am Glombigen

Tausende Fasnetsfreunde feierten am Donnerstag mit der Ehinger Narrenzunft den Glombigen. Schon am Nachmittag ging es hoch her; abends wurden der Groggatäler erweckt und der OB abgesetzt.

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  • Jedes Jahr ein spektakulärer Anblick: Hexen springen vor dem Rathaus übers Feuer. 1/6
    Jedes Jahr ein spektakulärer Anblick: Hexen springen vor dem Rathaus übers Feuer. Foto: 
  • Liebfrauenkirche groß und klein beim Schauspiel der Muckenspritzer. 2/6
    Liebfrauenkirche groß und klein beim Schauspiel der Muckenspritzer.
  • Geschafft: Der Chef der Dämonen ist aus dem Schlamm geholt. 3/6
    Geschafft: Der Chef der Dämonen ist aus dem Schlamm geholt. Foto: 
  • Auf dünnem Eis: Nur fünf Dämonen durften den Groggadäler holen. 4/6
    Auf dünnem Eis: Nur fünf Dämonen durften den Groggadäler holen. Foto: 
  • Der Tanz der Kügele auf dem Marktplatz. 5/6
    Der Tanz der Kügele auf dem Marktplatz. Foto: 
  • Wichtiges Element des Geschehens am Ochsenberg: Der Pfannamate wirft Kügele in die Reihen der Zuschauer. 6/6
    Wichtiges Element des Geschehens am Ochsenberg: Der Pfannamate wirft Kügele in die Reihen der Zuschauer. Foto: 
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Alles hat perfekt gepasst beim Glombigen im schönen Kügeleshausen. Das ganze Städtle am Donnerstag war in Narrenhand und das Eh'gner Narrenvolk außer Rand und Band. Liebgewonnene Tradition mischte sich wieder mit urigem närrischen Konterfei.

Gestartet mit Schülerbefreiung und dem Büttelzeremoniell bei den Ämtern gab es am Nachmittag erstmals Polizeisport in der Arena zu Kügeleshausen, der in einen tollen Zumbareigen auf dem "Alexanderplatz" überging. Danach zog die Fasnetsschar danach mit viel Getös hin zum Ochsenberg, wo anno 1859 die Geschichte der Muckenspritzer entstanden ist. Karl Thielemann - bereits im zehnten Jahr als Ansager - verlas routiniert das Geschehen von einst, wo an einem herrlichen Sommertag ein vermeintlicher Brand im Turm der unteren Kirch' die Leut in helle Aufregung versetzt hatte. Der gesichtete Rauch dort oben stellte sich dann als Mückenschwarm heraus. Auch wenn das Schauspiel jedes Jahr das gleich ist, hatten sich wieder Scharen an Zuschauern eingefunden.

Der Spielmannszug und die Matekapelle heizten die Stimmung mit fröhlichen Fasnetsliedern an, die Hexen, Kügele und Muckenspritzer verwandelten die Innenstadt in ein Narrennest. Sie klatschten, tanzten, sangen und schäkerten mit den Zuschauern. Mit viel Bromborium marschierte der bunte Narrenzug samt Gefolge wieder zum "Alexanderplatz", wo die Kügele ihr farbenfrohes Häs bei ihrem traditionellen Tanz im Takt schwingen ließen. Den Narrenrat im Schlepptau, das Dixi voraus und musikalisch auf Hochtouren gebracht von der Stadtkapelle, war die nächste Station der immer größer werdenden Fasnetsschar das Spektakel am Groggensee. An zwei Seiten des Ufers bis zur Anhöhe und auf der Promenade der Bahnhofstraße standen die Menschen ganz dicht gedrängt, um das schaurige Spektakel hautnah mitzuerleben - wenn der Groggatäler aus dem Schlamm geholt und erweckt wird. Was diesmal für einzelne Dämonen eine richtige Mutprobe darstellte, da die Eisdecke auf dem See von der Stadt noch gesperrt war, weil das Eis kaum acht Zentimeter dick war. Weshalb ringsum aufgepasst wurde, dass kein Zuschauer das Eis betrat. Und nur fünf Dämonen durften den Groggatäler über den See zum rettenden Ufer schleifen, wo der Trog mit dem kräftigen Trunk wartete.

Weil sein Erwachen eine riesige Freud' war, erhellte ein Feuerwerk, gezündet nach Noten, den Nachthimmel. Schade war nur, dass die prächtigen Farbspiele wegen des starken Nebels nicht voll zur Geltung kamen. Als das Rathaus gestürmt und der OB kaltgestellt war und der Spritzenmuck die närrischen Gesetze für die Fasnet verkündet hatte, sprangen die Hexen übers Feuer und es folgte ein rauschendes Narrenfest.

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