Großer Festabend zum 40. Geburtstag des SSV Ehingen-Süd

"Ein Film steht im Mittelpunkt", sagt Thomas Denz vom SSV Ehingen-Süd zur Geburtstagsfeier. Mehr verrät er nicht. Die Mitglieder dürfen sich auf eine kurzweilige Party zum 40. Geburtstag freuen.

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Um es gleich vorwegzunehmen: Die Festhalle in Kirchbierlingen ist ausverkauft, schon seit längerer Zeit. Das spricht nicht nur für den Zusammenhalt beim Spiel- und Sportverein Ehingen-Süd in der gesamten Pfarrei, sondern auch für das große Interesse der inzwischen 760 Mitglieder an "ihrem" SSV und der Feier zum 40. Geburtstag, die am Samstagabend um 18 Uhr beginnt.

Wenn auch nicht alle Mitglieder Platz finden in der Halle - diejenigen, die angemeldet sind, dürfen sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen. "Der Festabend beruht auf einem Film, der im Mittelpunkt steht", erzählt Thomas Denz vom Vorstand des SSV. Viel mehr will er nicht preisgeben. Fest steht nur, dass Christof Guter und Fabian Sauter - Denz bezeichnet sie als zwei gute Geister und kreative Köpfe - hinter dem Werk stecken.

Das Duo habe sich mehrere Monate Zeit genommen, um die 40 Jahre in Bild und Wort zu dokumentieren. Guter und Sauter haben Zeitzeugen befragt; auf der Suche nach Historischem sind sie bei den Mitgliedern fündig geworden. Der Film dauert etwa zwei Stunden.

Bevor sich die Halle in einen Kinosaal verwandelt, stehen Grußworte und ein gemeinsames Essen auf dem Programm. Der Musikverein, der mit dem SSV Ehingen-Süd in der Pfarrei die große integrative Kraft bildet, hat die Bewirtung übernommen. Aufgelockert wird der Abend durch Vorführungen der Vereinsjugend. Verzichtet wird übrigens auf Ehrungen; sie finden bei der Hauptversammlung statt. "Wir wollen bei dem Festabend den Verein und seine Mitglieder in den Vordergrund stellen", erläutert Denz, "daher wird es keine einzelnen Ehrungen geben."

Der Jubiläumsverein dürfte außer KSC und Türkgücü Ehingen der jüngste Sportverein der Gegend sein. In der Pfarrei hatte es bis in die 70er Jahre keinen gegeben. Die Idee, dort einen Sportverein zu gründen, war zwischen 1970 und 1973 entstanden. Hans Zell, der damals beim SV Unterstadion Fußball spielte, initiierte eine Unterschriftenaktion in Volkersheim, um das Interesse am Fußball zu erkunden. Im März 1974 trafen sich alle sport- und fußballbegeisterten Leute aus der Pfarrei im "Hasen" in Volkersheim. Es ging um die Sportplatzfrage, außerdem wurde ein Gründungsausschuss gebildet. Dazu bestimmte die Versammlung Andreas Guter (Schaiblishausen), Peter Kraus (Kirchbierlingen), Hans Zell (Volkersheim), Herbert Brandl (Schaiblishausen), Helmut Schleker (Schaiblishausen), Alfred Seitz (Weisel), Karl Hirschle (Berg), Josef Braun (Kirchbierlingen), Peter Schlecht (Altbierlingen) und Jürgen Amendinger (Volkersheim) - sie waren die Männer der ersten Stunde. Der Gründungsausschuss wählte Amendinger zum Vorsitzenden, Zell zum Stellvertreter und Brandl zum Schriftführer. Am 29. Januar 1974 fand die Gründungsversammlung im Gasthaus "Hasen" statt. Vor der Gründung hatte der Verein schon 168 Mitglieder, nach der Versammlung waren es dann schon 183.

Dabei waren auch die Ortsvorsteher Josef Huber (Kirchbierlingen), Johannes Hecht (Volkersheim), Franz Moll (Schaiblishausen), Wendelin Steinle (Altbierlingen) und Georg Braig (Berg). Von der Stadt Ehingen lag die Zusicherung vor, in unmittelbarer Zukunft ein Gelände in Kirchbierlingen für den Sportplatz bereitzustellen.

Die Versammlung entschied sich mit knapper Mehrheit für den Namen "SSV Ehingen-Süd 1974". Auch bei den Vereinsfarben taten sich die Mitglieder schwer. Die Hälfte der Stimmberechtigten entschied sich nach mehreren Wahlgängen für die Farbkombination Blau-Gelb.

Der erste Vorstand sah so aus: Vorsitzender Jürgen Amendinger, stellvertretender Vorsitzender Karl Kappler, Kassierer Hans Neff, Schriftführer Karl Brunner, Jugendleiter Matthias Kramer, Fußball-Abteilungsleiter Willi Schöllhorn. Amendinger, der 30 Jahre lang den SSV geführt hat, sagt: "Entscheidend ist, dass etwas für die Gemeinschaft, das Miteinander, den Sport und damit für das körperliche und geistige Wohlbefinden getan wurde". Darauf komme es auch heute noch an. Der SSV habe die Entwicklung in der Pfarrei entscheidend geprägt. Das neue Sportzentrum sei inzwischen schuldenfrei.

Der SSV besteht mittlerweile aber nicht nur aus Fußball. Im Mai 1974 kam das Frauenturnen als Gruppe dazu. Im Herbst 1974 absolvierte Siegfried Hirschmann als erster beim SSV den Schiedsrichterlehrgang. Tennis, Jedermänner, Gymnastik, Tanzen und Fitness sind weitere Gruppen, die nach und nach das Vereinsleben bereicherten. "Wir sind bestrebt, auch den Senioren gerecht zu werden", sagt Denz; er nennt als Beispiel Yoga.

Aushängeschild sind nach wie vor die Fußballer, die im Bezirk Donau eine feste Größe darstellen. Im Jugendbereich gibt es eine Kooperation mit der TSG Rottenacker. "Wir sind gut aufgestellt", sagt Denz.

1991/92 spielte der SSV sogar in der Landesliga. Das könnte in absehbarer Zukunft wieder der Fall sein. "Landesliga ist die Hoffnung, ein Traum", sagt Thomas Denz, "wir wollen zunächst in der Bezirksliga dauerhaft gut mitspielen". Von Seiten des Vereins gebe es keine Vorgaben. "Wenns passiert, dann passierts", sagt Denz schmunzelnd zum Thema Aufstieg. Die Reife dazu hätte der SSV sicher - schließlich ist er jetzt im Schwabenalter.

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