Griesinger verabschieden Ulrich Oberdorfer

Viel Dank und Wertschätzung hat Ulrich Oberdorfer bei seiner Verabschiedung in Griesingen erfahren. Gewürdigt wurden vor allem Tatkraft und Bürgersinn des ehemaligen Bürgermeisters.

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Dank und Wertschätzung zum Abschied: Uli Oberdorfer (links) mit dem stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Spada und Oberdorfers Frau Ingrid.  Foto: 

"Ich war gerne euer Bürgermeister" - so schloss Ulrich Oberdorfer seine Abschiedsworte an "seine" Griesinger. Viele von ihnen waren am Samstagabend in die Mehrzweckhalle gekommen, um den scheidenden Schultes zu verabschieden, der jetzt Bürgermeister in Heroldstatt ist.

Die Halle war gut gefüllt. Er habe in den 17 Amtsjahren eine besonders schöne und prägende Zeit mit viel Gemeinschaftssinn erlebt. "Alle Vereine waren mir immer gleich wichtig." Mit großer Dankbarkeit und Demut blicke er zurück; lange anhaltender Beifall folgte.

Zuvor hatte Wolfgang Spada, seit fast 25 Jahren stellvertretender Bürgermeister, auf die Fußball-Leidenschaft Oberdorfers angespielt. Er sei ein Teamspieler und Spielmacher gewesen, der oft selbst als Spieler mitgemacht und so die Mannschaft mitgerissen habe. "Er ließ sich nicht verbiegen, auch wenn Wünsche des Einzelnen manchmal zurückstehen mussten." Spada rief die Leistungen Oberdorfers nochmals in Erinnerung: Wiederbelebung des Pfingstfestes, Umbau und Sanierung der Halle, DSL-Versorgung, den Anschluss ans Erdgas-Netz und die Schaffung von Bauplätzen. "Er spielt immer fair und hat es nicht nötig, zu foulen."

Die Gemeinde schenkte Oberdorfer und seiner Ehefrau Ingrid einen Gutschein für ein Wellness-Hotelwochenende. Abschiedsworte und Geschenke kamen vom Kindergarten-Team (eine Strickmütze "für kalte Tage auf der Alb") und von Schulleiterin Ute Petz (ein "Stolperstein, der Gedanken und Taten auslösen und einen Grundstein für die gute Sache" bilden soll). Stefan Behmüller, Vorsitzender des Musikvereins, dankte Oberdorfer im Namen aller Vereine für "ein gutes Miteinander und ein stets offenes Ohr". Er habe stets die Vereine unterstützt und keinen bevorzugt. Er überreichte ein Fotobuch mit Erinnerungen aus den vergangenen Jahren.

Mit guter Kondition habe Oberdorfer eine "erfolgreiche Bürger-Meister-Schaft" hinter sich gebracht, sagte Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann. Doch Bürgermeister sein sei kein Spiel; Oberdorfers "menschliche und freundschaftliche Komponente" tue da gut. Der Scheidende, sagte Heiner Scheffold, stellvertretender Landrat, "war einer, der anpacken konnte und wollte". Der Schriftzug "Danke Uli" auf der Bühne sage alles über seinen Bürgersinn. Pfarrerin Susanne Richter dankte für die "immerhin um die 90" evangelischen Christen in der "Diaspora" Griesingen. "Gott segne und behüte Sie". Den "festen Glauben, der ihn getragen hat", sprach der katholische Pfarrer Dr. Harald Talgner an, der in Reimform auf Oberdorfers Wirken einging.

Zur Einleitung der Feier hatte der Liederkranz unter der Leitung von German Beth gesungen. "Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir", so hieß es in einem der Lieder. Seinen ersten Auftritt hatte der neue Dirigent des Musikverein-Orchesters, Bernd Schuster. Tänzerisch boten Gruppen der Sportgemeinschaft, geleitet von Steffi Brunner, in einem "Goode bye-Medley" zu verschiedenen Musikstücken, die alle vom Abschied handelten, dem Bürgermeister einen Abschiedsgruß.

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