Griesinger Bürgermeisterkandidaten über ihre Vorhaben

Die Griesinger Bürgermeister-Kandidaten Oliver Klumpp und Udo Hanser standen der SÜDWEST PRESSE Rede und Antwort. Sie nennen ihre Schwerpunkte und sagen auch, was sie als erstes anpacken würden.

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  • Um den Chefsessel im Griesinger Rathaus streiten sich zwei Kandidaten - heute Abend stellen sie sich offiziell vor. Foto: Julia-Maria Bammes 1/3
    Um den Chefsessel im Griesinger Rathaus streiten sich zwei Kandidaten - heute Abend stellen sie sich offiziell vor. Foto: Julia-Maria Bammes
  • Zunächst wird heute Abend Oliver Klumpp sprechen . . . 2/3
    Zunächst wird heute Abend Oliver Klumpp sprechen . . .
  • . . . bevor sich Udo Hanser in Griesingen vorstellen wird. 3/3
    . . . bevor sich Udo Hanser in Griesingen vorstellen wird.
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Warum sollen die Griesinger am Sonntag gerade Sie zum Bürgermeister wählen (bitte in einem Satz!)?

OLIVER KLUMPP: Weil es mein Traumberuf ist und ich sehr gerne für und mit Menschen arbeite und meine Zusage für mindestens zwei volle Amtsperioden zusichere.

UDO HANSER: Weil ich als Diplom-Verwaltungswirt (FH) das Verwaltungsgeschäft von der Pike auf gelernt habe und dies aus meiner Sicht insbesondere für eine kleine selbstständige Gemeinde wie Griesingen unverzichtbar ist, da der Bürgermeister einen Großteil der Verwaltungsarbeiten vollumfänglich selbst erledigen können muss.

Griesingen gilt als typischer Wohnplatz. Was kann getan werden, um die Attraktivität des Ortes zu erhalten oder noch zu steigern?

KLUMPP: Alle vorhandenen Einrichtungen wie Kindergarten, Schule, Gasthaus, neuer Dorfladen, Biolädele unterstützen und gemeinsam für den Erhalt sorgen. Einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität tragen die Griesinger Vereine bei. Neu zugezogene Bürger können sich durch die Vereine schnell in Griesingen integrieren und finden so leichter Freunde. Diese wertvolle Arbeit der Vereine muss man erhalten und weiterhin fördern. Ein wichtiger Bestandteil für die Zukunft ist, gemeinsam mit Bürgern und Gemeinderat Konzepte zu entwickeln, die einer Abwanderung aus dem Ortskern entgegenwirken.

HANSER: In erster Linie geht es auch aufgrund des demografischen Wandels um Substanzerhalt. Hierzu zählen im wesentlichen Punkte wie maßvolle Vergabe von Bauplätzen, zwingender Erhalt bzw. Optimierung des Angebots von Kindergarten, Kleinkinderbetreuung und Grundschule sowie der Erhalt der vorhandenen Infrastruktur mit Dorflädele und Gastronomie. Ganz wesentlich ist aber auch der Erhalt des in großem Maße vorhandenen bürgerschaftlichen Engagements, verbunden mit dem sehr gut ausgeprägten Gemeinsinn der verschiedenen Gruppierungen und Vereine.

Der Neubau des Feuerwehrhauses ist auf den Weg gebracht. Was wäre aus Ihrer Sicht das nächste größere Vorhaben in der Gemeinde?

KLUMPP: Die Erweiterung der Mehrzweckhalle. Die entsprechenden Weichen sind bereits dafür gestellt, lassen sich aber erst nach vorherigem Ansparen der erforderlichen Eigenmittel und der zu erwartenden Zuschüsse realisieren. Bei großen Vorhaben gilt es gemeinsam nach Priorität weiterzumachen, ohne die finanzielle Leistungsfähigkeit zu überfordern.

HANSER: Das könnte dann aus aktueller Sicht die Erweiterung der Mehrzweckhalle sein.

Die Vereine in Griesingen sind ziemlich rührig. Wie können Sie als Bürgermeister sie am besten unterstützen?

KLUMPP: Ich bin selber ein Vereinsmensch und kann daher die Vereine in Griesingen gut einschätzen. Die vorhandene vorbildliche Vereinsarbeit in Griesingen werde ich als zuverlässiger Partner unterstützen, auch im Hinblick auf dringende Anschaffungen. Die aktive Mithilfe von meiner Seite bei allen Festen und Vorhaben sichere ich zu.

HANSER: Zunächst einmal gilt es, einen kurzen Draht zwischen Verwaltung und Vereinen sicherzustellen. Des Weiteren möchte ich ein verlässlicher Partner der Vereine sein und sie tatkräftig ideell und materiell in der Vereinsarbeit unterstützen.

Welche Eigenschaft des bisherigen Bürgermeisters Ulrich Oberdorfer würden Sie am ehesten in Ihrer Amtsführung übernehmen?

KLUMPP: Ich denke, jeder Mensch ist verschieden, daher kann man sehr schwer etwas Persönliches übernehmen. Auf die Menschen zugehen und sie schätzen ist nach meiner Meinung eine sehr wichtige Eigenschaft eines guten Bürgermeisters. Diese Eigenschaft soll Bürgermeister Oberdorfer auch gehabt haben. Der Mensch steht im Vordergrund bei den meisten Amtshandlungen. Diese Eigenschaft muss man übernehmen, sie ist die Voraussetzung einer erfolgreichen Amtsführung.

HANSER: Seine freundliche, umgängliche und motivierende Art.

Sie wohnen nicht in Griesingen. Planen Sie im Falle Ihrer Wahl einen Umzug dorthin?

KLUMPP: Wir wohnen in meinem Elternhaus, das wir sehr aufwendig und liebevoll renoviert haben, zentral in Ehingen. Ich fahre in etwa fünf bis sieben Minuten nach Griesingen. Ein Umzug nach Griesingen ist gegenwärtig nicht geplant.

HANSER: Kurz- und mittelfristig voraussichtlich nicht. Unsere noch sehr rüstige Oma wohnt um die Ecke und wird in den nächsten Jahren sicherlich noch oft für Aufgaben aller Art, in erster Linie natürlich zur Kinderbetreuung, benötigt werden.

Welche wäre Ihre erste Amtshandlung als Bürgermeister von Griesingen?

KLUMPP: Persönlich meine gesamten Mitarbeiter in einer lockeren Runde begrüßen und möglichst schnell über aktuelle Arbeitsabläufe einen Überblick gewinnen.

HANSER: Gute Frage - möglicherweise die Ablegung des Amtseides oder das Kennenlernen der Mitarbeiterinnen im Rathaus mit einer Flasche Sekt. Wenns terminlich ganz dumm laufen sollte, werde ich vielleicht gleich nach der Amtseinsetzung umgehend wieder durch die Narren "vom Amt enthoben".

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