Glasfaser ist ein teures Zukunftsprojekt

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Viel Geld muss die Gemeinde Rottenacker in den nächsten 15 Jahren aufwenden, um die Gemeinde komplett mit dem Glasfaserkabel auszustatten und damit jedem Haus den Anschluss ans schnelle Internet zu ermöglichen. Wie Bürgermeister Karl Hauler im Gemeinderat darlegte, werden sich die Kosten aus heutiger Sicht auf 6,2 Millionen Euro summieren.

Als erster Schritt in die digitale Zukunft soll in den nächsten drei Jahren auch in Rottenacker das so genannte Backbonenetz verlegt werden. Die Leerrohre für diese Hauptleitung entlang der Volkersheimer Straße kamen jetzt bereits beim Ausbau des dortigen Wohnweges in die Erde. Die Trasse führt dann ab 2017 weiter über die alte Donaubrücke und die Braigestraße zur Kirchstraße, bei der Schule wird der zentrale Knotenpunkt stationiert; dann geht die Trasse  über die Lindenstraße zum Wasserhochbehälter und über Land nach Neudorf und Stetten.

Hauptstrang für 600 000 Euro

Diesen Hauptstrang auf Markung Rottenacker zu verlegen kostet allein rund 600 000 Euro, dazu gebe es 260 000 Euro Zuschuss. Wer später das Netz betreiben wird, ist noch offen. Der Verband Komm.Pakt.Net. wird diese Leistung kreisweit ausschreiben. Für ihre eigenen Leitungen bekommt die Gemeinde vom Betreiber eine Pachtgebühr.

Einhellig sprach sich der Gemeinderat für dieses aus seiner Sicht wichtige Zukunftsprojekt aus, wenngleich das Gremium sichtlich erschrocken war angesichts der Millionenbeträge, die  zu finanzieren sind. „Wir können nur hoffen, dass dieses Glasfasernetz in 15 Jahren noch gebraucht wird, mittlerweile könnte das schnelle Internet ja auch über Satellit oder eine andere digitale Neuerung funktionieren und wir hätten die Millionen vergeblich in der Erde vergraben“, sagte Ratsmitglied Friedrich Striebel.

Christian Walter regte an, die Gemeinde sollte ein separates Glasfaser verlegen zwischen  Bauhof und Wasserversorgung, damit dieser Bereich unabhängig von der großen Lösung gesichert wäre. Dies soll im Zuge der weiteren Planungen geprüft werden. Auch dies sei  eine Kostenfrage, betonte der Bürgermeister.

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