Gemeinde erfüllt ihre Pflicht

Aktuell leben etwa 60 Asylbewerber in Obermarchtal, für Anschlussunterkünfte stellt die Gemeinde weiteren Wohnraum zur Verfügung.

|

Mit etwa 60 Asylbewerbern, die im ehemaligen Gasthaus "Mohren", in der Schulgasse und im alten Schulhaus in der Hauptstraße wohnen, hat die Gemeinde Obermarchtal bereits mehr als ihr Soll erfüllt. Diese Unterkünfte wurden vom Alb-Donau-Kreis angemietet. "Doch wir werden auch unsere Pflicht bei der Anschlussunterbringung erfüllen", erklärte Bürgermeister Anton Buck in der Sitzung des Gemeinderates. Für 2016 werde im Alb-Donau-Kreis laut Prognose für 2500 Asylbewerber eine Anschlussunterbringung gebraucht, Obermarchtal habe sich auf 13 bis 17 Zuzügler einzustellen, deren Asylverfahren vermutlich bald positiv beschieden werden. Somit handle es sich um Asylberechtigte, für deren Wohnraum die Gemeinde zu sorgen habe.

Buck regte an, eine Mutter mit drei Kindern von der Hauptstraße in die Wohnung im Rathaus umzusiedeln und die dann freien Räume neu zu belegen. Zuvor sind allerdings noch einige Instandsetzungsarbeiten im Sanitärbereich zu tätigen. Auf Anregung einiger Räte soll auch eine Kostenschätzung eingeholt werden für Wasseranschlüsse im Dachgeschoss der alten Schule, falls dort ebenfalls noch Wohnraum geschaffen werden muss. Gemeinderat Manuel Köberle wandte sich gegen kostspielige Investitionen in der alten Schule, solange nicht bekannt sei, wie das Gebäude in Zukunft genutzt werden soll.

"Was ist, wenn die Gemeinde keinen Wohnraum mehr hat und dennoch werden Unterkünfte gebraucht?" - auch diese Frage beschäftigte einige Räte. "Wir müssen und werden unsere Verpflichtung gegenüber dem Kreis und den Asyl suchenden Menschen erfüllen", sagte der Bürgermeister. Er informierte darüber, dass die Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen die Anstellung eines Integrationsbeauftragten plane, der die kommunale Koordination und Steuerung im Asylbereich für die Gemeinden übernehmen soll. Diese Stelle werde vom Land finanziell gefördert mit 40 000 Euro im ersten Jahr sowie jeweils 35 000 Euro im zweiten und dritten Jahr.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Volkstrauertag kein rückwärts schauendes Ritual

65 Millionen Menschen sind derzeit aut der der Flucht vor Gewalt. Auch ihrer gedachten gestern am Volkstrauertag die Bürger der Donaustadt Munderkingen. weiter lesen