Fritz Nägele: Seit 100 Tagen Bürgermeister in Oberdischingen

Fritz Nägele fühlt sich wohl in seinem Amt, sagt er. Am Donnerstag werden es 100 Tage, dass er Bürgermeister in Oberdischingen ist. Er sei herzlich aufgenommen worden und habe sich sehr gut eingearbeitet.

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Fritz Nägele ist längst angekommen an seinem neuen Arbeitsplatz im Rathaus in Oberdischingen. Morgen sind es 100 Tage, dass er als Bürgermeister amtiert.  Foto: 

"Ich komme jeden Tag gerne her." Fritz Nägele macht seine Arbeit Spaß, die er Anfang des Jahres begonnen hat. Morgen ist Nägele 100 Tage im Amt als Bürgermeister von Oberdischingen. Diese üblicherweise neuen Amtsträgern zugestandene Schonfrist hätte er aber wohl nicht gebraucht, denn längst ist er angekommen an seinem Arbeitsplatz im Rathaus.

Dies ist auch in seinen ersten Gemeinderatssitzungen deutlich geworden, in denen er mit Detailwissen aufwartete - er war "drin" in jedem Thema. "Ich versuche, mich in alles einzuarbeiten", sagt er. Seinen Einstand hätten ihm die Oberdischinger aber auch leicht gemacht. "Sehr herzlich, wohlwollend und offen" sei er im Ort aufgenommen worden - sowohl von den Mitarbeitern als auch von den Bürgern. So habe er die ersten 100 Tage im Amt als sehr angenehm empfunden.

Und so blieben auch die Überraschungen aus, zumindest die großen. Schon in seiner vorigen Tätigkeit bei der Polizei und als Ortsvorsteher seines Heimatortes Justingen habe er mit Verwaltungsaufgaben zu tun gehabt, von daher kam im neuen Job nichts Ungewöhnliches auf ihn zu. Dennoch: "Es ist schon etwas anderes, wenn man ganz vorne dran steht", meint er.

Schneller als erwartet bekam er es mit der Tatsache zu tun, dass die Bauplätze zur Neige gegangen sind. Der letzte wurde im kleinen Baugebiet "Holzgasse" verkauft. Nägele sei intensiv dran, diese "für Oberdischingen dramatische Situation" anzugehen. Allerdings gibt der Flächennutzungsplan im Außenbereich keinen weiteren Baugrund her, innerorts gäbe es viele Flächen. Diese sind aber alle im Privateigentum, sie in den Besitz der Gemeinde zu bringen hat Bürgermeister Nägele als Herausforderung erkannt.

Weitere Projekte für die nähere Zukunft seien die Einrichtung eines Museums im Gebäude gegenüber dem Rathaus, sagt Nägele, dann die Fertigstellung bereits in der Vergangenheit begonnener Vorhaben wie die energetische Sanierung der Schulgebäude, der Bau der neuen Wasserpumpanlage in der Allee und der Aussegnungshalle am Friedhof. Letztere könne, so hofft Nägele, Mitte oder Ende Mai eingeweiht werden.

Bis Ende Juni noch dauert die "Nebenbeschäftigung" von Fritz Nägele als Ortsvorsteher in Justingen. Am 23. Juni wird der Ende Mai zu wählende neue Ortschaftsrat einen neuen Vorsitzenden wählen. Für Nägele kam eine Fortsetzung dieser Tätigkeit nicht in Frage. Er sei dankbar für die dabei gemachten Erfahrungen, aber auf Dauer seien beide Ämter nicht zu schaffen. Nägele will sich künftig ausschließlich in Oberdischingen betätigen - denn: "Ich fühle mich hier wohl."

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