Frisch, saftig, lecker

Ein selber gebackenes Kräuterbrot ist eine Delikatesse, die gar nicht so schwer herzustellen ist und viele Varianten zulässt. Die Kräuterfachfrau Inge Striebel aus Dächingen zeigt, wie es geht.

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    Die richtige Mischung macht's: Inge Striebel beim Zubereiten ihres Kräuterbrots. Fotos: Christina Kirsch Foto: 
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    Und so sieht dann der Teig aus - von Hand geknetet. Foto: 
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Kräuterführungen, Kräuterschnecken und der eigene kleine Kräutergarten auf dem Balkon werden immer beliebter. Kräuter sehen schön aus, verbreiten einen angenehmen Duft und peppen viele Gerichte auf. Die Hausfrauen wagen sich an Kräuterflädle und Kräuterspätzle, aber an ein Kräuterbrot trauen sich bisher nur wenige Hobbybäckerinnen heran. "Dabei ist es wirklich keine Kunst", sagt Inge Striebel, die die Teilnehmer an Kräuterführungen bisweilen mit ihrem selber gebackenen Kräuterbrot beglückt. Und auch daheim wird das Kräuterbrot sehr gerne gegessen.

"Ich verwende Kräuter aus dem Garten und auch Wildkräuter", sagt die Hauswirtschaftsmeisterin. Thymian, Schnittlauch, Knoblauchrauke, Liebstöckel, Bohnenkraut und Spitzwegerich hat die Dächingerin bei einem Gang in den Garten und an den Wegesrand schnell zur Hand. Man könne aber auch Salbei, Basilikum, Brennnessel, Sauerampfer, Bärlauch, Giersch oder andere Kräuter verwenden, meint die Köchin, die auch verschiedene Kräuterfladen im Repertoire hat.

Für ihr Kräuterbrot schwört Inge Striebel auf das Albkorn-Bauernbrotmehl aus 65 Prozent Weizen 1050, 20 Prozent Dinkel und 15 Prozent Roggenmehl. Der Roggenmehlanteil halte das Brot schön feucht, ist Inge Striebels Erfahrung. Die Dächingerin mischt 1250 Gramm Bauernbrotmehl mit 750 Gramm Dinkelvollkornmehl in einer großen Edelstahlschüssel. Diese 2 Kilogramm Mehl ergeben vier Brotlaibe, die in einer Kastenform heraus gebacken werden. Dem Mehl fügt die Inge Striebel 40 Gramm Salz, 20 Gramm Brotgewürz und einen Würfel Hefe zu. Die Kräuter wiegt Inge Striebel nicht ab, sondern bemisst nach Gefühl eine Handvoll Kräuter.

Extra für das Rezept wird das Kräuterhäufchen dann aber doch abgewogen und bringt 40 Gramm auf die Waage. Das Brotgewürz besteht aus fein vermahlenen Gewürzen wie Koriander, Kümmel und Anis. Man kann es auf dem Ehinger Wochenmarkt kaufen. "Das Gewürz macht das Brot leichter verdaulich", sagt Inge Striebel.

Die Hefe wird mit dem warmen Wasser zu Brei verarbeitet und mit dem übrigen Wasser und Mehl zu einem homogenen Teig geknetet. Auf zwei Kilo Mehl gibt Inge Striebel einen Liter lauwarmes Wasser. "Ich habe übrigens keine Knetmaschine", sagt die Bäckerin. Den Teig schlägt sie mit der geübten Hand so lange durch, bis er schön glatt ist.

Danach muss der Teig ruhen und sich etwa im Volumen verdoppeln. Die Teigschüssel sollte man dabei mit einem Geschirrtuch abdecken, sonst trocknet die Oberfläche des Rohlings ein. Mit nassen Händen gibt Inge Striebel dann den Teig in die Formen und backt das Brot im Elektroherd zuerst 15 Minuten bei 220 Grad und dann 30 Minuten bei 180 Grad.

Wer dieses Grundrezept variieren möchte, kann ein Drittel des Wassers durch Buttermilch ersetzen oder dem Teig etwas Quark oder Joghurt zugeben. Dann verringert sich der Bedarf an Wasser etwas. Je nach den ausgewählten Kräutern schmeckt auch das Brot immer etwas anders. Was jedoch bleibt, ist der Hochgenuss des Selbergebackenen, bei dem man weiß, was alles drin ist.

Küche & Co

Immer mittwochs geht es an dieser Stelle um Essen und Trinken, um Neues auf dem Markt und in der Gastronomie.

Wenn Sie Vorschläge haben: Die Redaktion freut sich über Hinweise unter 07391 582-33 oder per E-Mail: et@swp.de

 

Zutaten fürs Kräuterbrot

1250 gr Brotmehl

750 gr Dinkelvollkornmehl

1 Würfel Hefe

40 gr Salz

20 gr Brotgewürz

1 l warmes Wasser

fein gehackte Kräuter nach Belieben

Backen: 15 min bei 220 Grad, dann runter schalten auf 180 Grad und weitere 30 min backen

 

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