Florierende Geschäfte auf dem Trödelmarkt

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Kleidung läuft Bombe“. Mit diesem Satz fasste Bärbel Braig aus Kirchbierlingen das Geschäft auf dem 30. Ehinger Trödelmarkt zusammen. Die Familie aus Kirchbierlingen hatte sich mit Omas, Kindern und Enkeln zusammengetan und mitten auf dem Marktplatz einen großen Stand aufgebaut. Dabei hatten die Braigs Glück, dass der Trödelmarkt unter gemäßigten Wetterbedingungen und trocken ablief. Bei strahlendem Sonnenschein sind die Plätze in der Mitte die heißesten. Und Braigs hatten keine Sonnenschirme dabei. „Es ist ja das erste Mal, dass wir mitmachen und da denkt man nicht an so etwas“, meinten sie. Am besten lief die Kleidung der erwachsenen Töchter, die „wir manchmal nur ein paar Mal getragen haben“, sagte Sarah Hening, eine der Töchter.

Damenschuhe sind ein beliebter Trödelmarktartikel und auch Kinderkleidung ist heiß begehrt. Sarah Hennig bot aber auch selber gemalte Bilder an. Preise sind auf dem Trödelmarkt stets Verhandlungssache. Verhandelt wird viel und wer da nicht mitmacht, wird schnell ignoriert oder kopfschüttelnd verlassen. „Das Schwätzen mit den Leuten ist ja gerade das Schöne“, meinte Bärbel Braig. Schon um 4.30 Uhr hatte die Familie aufgebaut. „Die ersten Sachen gingen direkt aus dem Hänger weg“, freute sich die Kirchbierlingerin.

Viele unangemeldete Händler

Der 30. Ehinger Trödelmarkt war mit 232 angemeldeten Händlern bestückt. „Morgens kamen noch 51 unangemeldete hinzu“, sagte Helga Batzoni. „Das ist Rekordzahl“. Wegen der nicht ganz sicheren Wetterlage hatte die Organisatorin nicht mit so vielen unangemeldeten Händlern gerechnet. „Aber wir haben alle untergebracht.“ Nächstes Jahr wird die Verteilung der Händler etwas mehr in die Seitenstraßen verlegt werden müssen, da am Marktplatz wegen des Volksbankabrisses eine große Baustelle ist. Die Schulgasse wird als Standplatz komplett wegfallen. „Darüber führen wir Gespräche“, meinte Helga Batzoni und ging mit ins Rathaus, um ein letztes historisches Foto vom 30. Trödelmarkt mit der altem Volksbankfassade zu machen.

Relativ kurz fiel dagegen vor dem Rathaus die Fundsachenversteigerung aus, bei der 39 Stücke zum Aufruf kamen. Neben den obligatorischen Fahrrädern und Regenschirmen war dieses Jahr auch eine liegen gebliebene Gitarre dabei, die immerhin 101 Euro erbrachte. Auch drei Gehstöcke fanden ihre Abnehmer. Wie jedes Jahr ging der Erlös zugunsten der Fundtiere.

Kleine Kinder waren schnell glücklich zu machen

Wer sich die Zeit nahm, etwas länger an Ständen zu verweilen, konnte ein reges Verkaufsgeschehen beobachten. Valentin und Marius zeigten Interesse an einem Monitor. An den Schmuckständen versuchten die Männer ihre Frauen möglichst unauffällig vorbei zu lotsen. Doch Freundinnen blieben hier regelmäßig hängen und konnten sich nicht entscheiden, welche Kette es nun sein sollte. Die Beratungsgespräche dehnten sich dabei gelegentlich über die Standgrenzen hinaus aus. Schnäppchenjäger wie Anton Füss aus Kirchen liefen mit einem glücklichen Gesicht über den Markt und präsentierten stolz ihre Neuerwerbungen. Im Fall von Anton Füss war die Neuerwerbung ziemlich alt. Die Geldtasche für 20 Euro müsse etwas restauriert werden, meinte er zu dem brüchigen Leder. Vor allem kleine Kinder waren schnell glücklich zu machen. Papa Gerrit spielte mit seinem Sohn Felix mit einem auf dem Trödelmarkt erworbenen Abschleppwagen. Derweil hatte die Mama Zeit, für ihren Sohn die passende Kinderkleidung auszusuchen.

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