Eschengeister jetzt mit Mägdelein

Die Ehinger Narrengruppe feiert ihr 25-jähriges Bestehen und präsentiert dazu im Stadel der Ehinger Rose eine neue Einzelfigur.

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Die Ehinger Eschengeister haben bei ihrem Jubiläumsfest zu Ritter und Eschengeist eine dritte Figur vorgestellt – das Mägdelein. Die Figuren präsentieren Ralf Zehl (Ritter), Nicole Blaser (Mägde­lein)  und Matthias Leicht (Eschengeist).    Foto: 

102 Aktive gehören der Ehinger Narrengruppe Eschengeister an, die das schwäbisch-alemannische Brauchtum pflegen. Eine stattliche Zahl, von denen am Samstagabend im Stadel der Ehinger Rose die meisten Mitglieder beim Jubiläumsfest zum 25-jährigen Bestehen vertreten waren und mit einem fulminanten Büffet bewirtet wurden. Die Jugend bereicherte den unterhaltsamen Abend mit einem originellen Quiz. Ein Video zu den Eschengeistern und zu der neue Einzelfigur des Mägdeleins, die in mehr als einjähriger Arbeit entstanden ist, bildete den beklatschten Höhepunkt.

Ein Ritter als Mittelpunkt

Zunftmeister Matthias Leicht erinnerte an die Entstehung der Eschengeister. Demnach war eine Gruppe von Freunden im Jahr 1991 auf die Idee gekommen, sich zu einer Narrengruppe zusammenschließen. Es sei die erste Gründung einer weiteren Narrengruppe neben der Narrenzunft Spritzenmuck gewesen, sagte Leicht. Beim Stöbern in der Stadtbücherei nach Geschichten und Sagen aus Ehingen sei man fündig geworden – der letzte Eschenbacher Ritter sollte Mittelpunkt der Legende sein. Häs und Maske wurden entworfen und gefertigt. Die Farben des Häses sind Grün und Schwarz, grün spiegelt die Farbe des Waldes wieder, schwarz symbolisiert die Tiefe des Waldes. Die Zähne und die Fuchsschwänze an der Maske stehen für die verschiedenen Tiere. Und unten an der Häshose und an den Ärmeln sind schwarze Flammen angebracht, diese sollen die Pflanzen des Waldes darstellen, die sich hoch schlängeln. In der Fasnet 1994 traten die Eschengeister dann erstmals in der Öffentlichkeit auf. Die Eschengeister sind Waldgeister, die den Ritter bewachen. Der hat jetzt mit dem Mägdelein eine weitere Einzelfigur als Ergänzung bekommen. Umgeben von Rauch und flackernden Kerzen erlebte das Mägdelein seine Premiere. Die Figur ist Teil der Sage, nach der am Gsundheitsbrünnele bei den Resten der Burg Eschenbach man zuweilen den letzten Eschenbacher Ritter tief betrübt sieht. Er hatte geschworen, nie einen Tropfen Wasser zu trinken, wenn auch die Quelle noch so einladend fließe. Der Legende entsprechend kann ein unschuldiges Mägdelein mit blondem Haar und blauen Augen, das nur Milch und Wasser getrunken hat, den durch den Schwur so schwer Bestraften erlösen. Das Häs des Mägdeleins besteht aus einem burgundfarbenem Gewand und einer Haube in derselben Farbe, weißer Schürze und rotem Schulterumhang. Das Mägdelein mit seiner freundlichen Maske trägt einen gefüllten Korb mit Lebensmitteln.

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