Einbrüche: Experten aus der Region geben Sicherheitstipps

Mit dem Thema "Einbrechern keine Chance" für einen Infoabend haben "Die Freien" den Nerv der Bürger getroffen. Gut 80 Interessenten kamen.

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Der Infoabend zum Schutz vor Einbruch interessierte viele Bürger.  Foto: 

Am Montagabend platzte die Gaststätte "Schwert" beinahe aus allen Nähten. Es musste noch zusätzlich aufgestuhlt werden, damit alle der gut 80 Besucher des Infoabends zum Schutz vor Einbruch einen Platz fanden. Die Fraktionen der FDP und Freien Wähler, kurz "Die Freien", laden fast jeden Monat zu Informationsveranstaltungen über unterschiedlichste Themen ein. "Aber so viele Leute kamen noch nie", freute sich der FDP-Kreisvorsitzende Wolfgang Baumbast. Die Idee dazu sei ihm gekommen, weil er angesichts gehäufter Einbrüche in der Region (wir berichteten) mittlerweile drei Bekannte hat, die Opfer wurden. Und beim Publikum nachgefragt, wer ebenfalls einen Betroffenen kenne, streckte ungefähr die Hälfte die Hand.

Um auch die Denk- und Handlungsweise von Tätern zu verstehen und so besser vorbeugen zu können, gab der Ulmer Strafverteidiger Frank Berger als Referent Einblick in zwei Fälle aus seiner Praxis. Die Täter konnten hier zwar gefasst werden, doch in einem Fall nur dank Kommissar Zufall: Der Einbrecher war nicht angeschnallt Auto gefahren und in eine Polizeikontrolle geraten. "Bergers Botschaft lautete: Die Polizei tut, was sie kann, das Gleiche müssen wir aber auch tun", meinte Baumbast gestern auf Nachfrage zum Abend.

Dass Vorbeugen tatsächlich etwas nutzt, betonte Referent Josef Veser von der Firma Fensterbau und Schreinerei in Munderkingen. Veser berät zugleich als Sicherheitsberater gemeinsam mit der Polizei Hauseigentümer. Ihm zufolge scheitern 36 Prozent aller Einbruchsversuche. Wer nach fünf Minuten nicht im Haus ist, gibt auf, sei die Erfahrung der Polizei. Veser führte am Beispiel vor, wie sich Fenster und Türen richtig sichern lassen. Der Referent Rudolf Dittrich von Elektro-Geräte Dittrich in Ehingen informierte ebenfalls über die wichtigsten Sicherungssysteme bis hin zur Videoüberwachung. "Das ist gar nicht so teuer, wie ich dachte", meinte Roland Ernst von der FDP. Und vermutlich günstiger als eine Therapie im Nachhinein. Von zwei Fällen, in denen die Betroffenen anschließend traumatisiert waren, wusste Veser zu berichten. Eine Familie habe sogar ihr Eigenheim verkauft.

Was tun nach einem Einbruch? Wie sieht ein guter Versicherungsschutz aus und wann verliert man ihn? Darauf gab der Versicherungsexperte Walter Schreiner aus Rißtissen in seinem Referat Antworten. Da die Zuhörer nach jedem der vier Referate noch einige Fragen hatten, dauerte der Infoabend etwa zweieinhalb Stunden. Wegen des großen Interesses möchten "Die Freien" die Veranstaltung eventuell in Munderkingen wiederholen.

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Kommentare

29.01.2014 10:53 Uhr

Vorsorgen?- Grenzen zu!!!

Die beste Vorsorge wäre, die Grenzen, vor allen Dingen gegen Osten, wieder zu schließen.

In der Schweiz sind 74,8 % aller Gefängnisinsassen Ausländer.

Das gibt zu denken...

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