Einblick in Geschichte des Heilig-Geist-Spitals

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Da die Führung zur Burg der Herren von Steußlingen bei Briel auf das kommende Frühjahr verschoben werden muss, wird Stadtarchivar Dr. Ludwig Ohngemach am kommenden Sonntag, 20. Oktober, über Geschichte und Bedeutung des ehemaligen Heilig-Geist-Spitals berichten, teilt die Stadt Ehingen mit.

Auch nach dem Abbruch zahlreicher Gebäude im 19. und 20. Jahrhundert bildet es noch heute an der Schmiech einen eindrucksvollen Gebäudekomplex. Bereits im 13. Jahrhundert wurde das Ehinger Spital durch Stiftungen Heinrich Wislederers und anderer wohltätiger Bürger ins Leben gerufen. Bald verfügte es über beträchtliche Einkünfte und wurde zur zentralen Sozialeinrichtung der Stadt. Arme Leute konnte sich auf die Hilfe des Spitals verlassen. Einige wurden von ihm aufgenommen, andere erhielten ein Almosen. Dagegen konnten sich Wohlhabende ins Spital einkaufen und sich so einen guten Lebensabend sichern. Eine dichte Überlieferung ermöglicht detaillierte Einblicke ins alltägliche Leben. Durch seinen Reichtum fungierte das Spital unter anderem als Kreditbank für die Bürgerschaft. Doch in der Spätphase wurde es immer mehr zu einer Selbstbedienungseinrichtung.

Treffpunkt zur Führung ist am Sonntag um 11 Uhr auf dem Viehmarkt vor dem Museum.

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