Ein Glücksfall für den Liederkranz

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    Bürgermeister Andreas Braun überreicht dem Vorsitzenden Markus Irmler die Ehrennadel des Landes. Foto: 
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    Der Liederkanz Öpfingen unter Leitung von Tobias Dorow präsentiert sich zum 160-Jährigen in neuer Kleidung. Fotos: Jürgen Emmenlauer Foto: 
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Die geschmückte Öpfinger Mehrzweckhalle war beim Weinfest am Samstagabend voll besetzt – ein Zeichen für die Wertschätzung des Liederkranzes bei den Bürgern und in Sängerkreisen. Frisch und dynamisch präsentierte sich der gemischte Chor im neuen Outfit: Die Sänger trugen zu schwarzen Hemden lindgrüne Krawatten, die Sängerinnen über den schwarzen Blusen lindgrüne Blazer.

Frisch und dynamisch auch das Arrangement. Mit Liedern wie „Sing mit mir“, „Musik, Musik, Musik!“, „Ave Maria der Berge“ und dem originell interpretierten schottischen Volkslied „Loch Lomond“, bei dem Michael Locher als Solist hervorstach, war das Publikum schnell gelöst und bedankte sich nach jedem Stück mit herzlichem Beifall. Deutlich wurde einmal mehr, dass Chorleiter Tobias Dorow und der Liederkranz Öpfingen ein gutes Gespann sind.

Markus Irmler als Vorsitzender des Vereins nahm bei seiner Begrüßung zwei Jubiläen in den Blick: 160 Jahre Liederkranz Öpfingen und 40 Jahre Weinfest. „Wenn das kein doppelter Grund zum Feiern ist“, meinte er mit strahlender Miene. Zum Chorjubiläum habe der Verein am 9. Juli in Ettlingen die Konradin-Kreutzer-Medaille erhalten. Sichtlich stolz sagte Irmler: „Unser Chor ist jung, motiviert und zukunftsorientiert. Bei uns steht die Freude am Singen im Vordergrund.“ Großen Anteil daran bescheinigte er Chorleiter Tobias Dorow.

Bürgermeister Andreas Braun griff die Wurzeln des im Jahr 1856 gegründeten Vereins auf. Auch damals habe der soziale Gedanke die Menschen zueinander geführt. 1856 sei auch das Jahr gewesen, an dem die Öpfinger Friedhofskapelle gebaut wurde. „Aber im Gegensatz zu unserem jungen Verein ist die alte, mehrfach sanierte Kapelle seit Jahrzehnten unter Denkmalschutz.“ Als segensreichen Umbruch wertete der Bürgermeister 1967, als sich aus dem getrennten Frauen- und Männerchor ein gemischtes Ensemble bildete. „Der Liederkranz ist seit 160 Jahren ein wichtiger Bestandteil des Öpfinger Gemeindelebens“, lobte Andreas Braun.

15 Vorsitzende hätten den Verein seit der Gründung geprägt, im besonderen Maß auch Markus Irmler, der den Liederkranz seit 16 Jahren führt, davor schon sechs Jahre stellvertretender Vorsitzender war. „Ihr zeitlicher Einsatz in Verbindung mit einer menschlich sehr angenehmen Art hält den Liederkranz attraktiv und lebendig. Der Verein braucht Menschen wie Sie. Sie sind ein richtiger Glücksfall für den Chor“, wandte sich Braun an den Sängerchef. Er überraschte Markus Irmler mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Seitens der Gemeinde erhielt Irmler als passionierter Wohnmobil-Urlauber noch einen Gutschein für mehrere französische Campingplätze. Sichtlich bewegt meinte der Sängerchef: „So ein Amt ist über lange Zeit nur möglich, wenn ein gutes Team und ein starker Chor hinter einem stehen. Und das haben wir.“

Wie Bürgermeister Braun noch sagte, stelle sich der Liederkranz in einer Zeit, in der reihum Chöre mangels Zuspruch aufhören, erfolgreich gegen diese Entwicklung. Den von Tobias Dorow alljährlichen formierten Projektchor mit seiner Generationen übergreifenden Struktur nannte der Bürgermeister innovativ und zukunftsichernd.

Dann folgte das, was Markus Irmler zuvor angekündigte hatte, ein Abend, bei dem keine langen Reden geschwungen wurden, sondern bei dem der Gesang und die Geselligkeit im Mittelpunkt standen.  Dabei feierte das „Doppelsextett“ unter der Leitung von Günter Offenwanger eine grandiose Wiederbelebung, und der Projektchor, der sich eigens für das Weinfest formiert hatte, glänzte mit einem bejubelten Potpourri von den Beatles.

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