Ehinger Selbsthilfegruppe ist eine der besten Deutschlands

Die Ehinger Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs ist als eine der besten Gruppen Deutschlands ausgezeichnet worden. Das Programm hat überzeugt.

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Ausgezeichnete Arbeit: Andrea Schick, Marika Stiehle und Martina Roth (von links) leiten die Selbsthilfegruppe.  Foto: 

Die Ehinger Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs ist eine der besten der Bundesrepublik. „Bewegt und bewegend“ sei die Gruppe, es sei beeindruckend, was sie alles auf die Beine stelle, schreibt der Bundesverband der Frauenselbsthilfe nach Krebs. Auf der Bundestagung in Magdeburg ist die Ehinger Gruppe vor kurzem mit vier anderen ausgezeichnet worden. „Die Auszeichnung freut mich enorm“, sagt Marika Stiehle, die mit Andrea Schick und Martina Roth die Geschicke der Gruppe lenkt. „Als ich vom Wettbewerb erfahren habe, habe ich gleich gesagt, da gewinnen wir.“

Kunstprojekt und Ruder-Regatta

Denn die Angebote der Ehinger Gruppe sind vielfältig und phantasievoll. So werden Kunstprojekte in Zusammenarbeit mit dem Künstler H.-Jürgen Knupfer organisiert. Es gibt Schminkkurse oder Ausflüge, im vergangenen Monat stand etwa ein Besuch im Musical „Tanz der Vampire“ oder, je nach Wahl, „Mary Poppins“ auf dem Programm. Immer im Herbst pilgern Mitglieder der Ehinger Gruppe Etappen des Jakobswegs in Deutschland. Zum Sportprogramm gehört auch Rudern – jeden Donnerstag setzen sich Gruppenmitglieder im Ulmer Ruder-Club ins Boot. „Wir haben jetzt sogar einen Wettkampf, eine Regatta, gegen andere Selbsthilfegruppen gewonnen“, berichtet Stiehle. Das gute Sportangebot der Ehinger Gruppe umfasst aber auch Aqua-Fitness, Nordic-Walking und Sport nach Krebs. Im Juni hat Stiehle eine dicke Mappe eingereicht, in der die vielen Aktivitäten der Ehinger Frauenselbsthilfegruppe dokumentiert und abgebildet waren. Das Material hat die Jury überzeugt. Zu den Juroren gehörte übrigens auch der Arzt, Moderator und Schriftsteller Eckart von Hirschhausen. „Unsere Jury-Mitglieder waren fasziniert von ihrem Engagement“, schreibt der stellvertretende Bundesvorsitzende Burkhard Lebert an die Ehinger Gruppe.

Nach Stiehles Meinung war aber neben den vielen Aktivitäten auch eine andere Tatsache entscheidend für die Auszeichnung. „Wir haben hier keine Uni-Klinik. Es ist einfach bemerkenswert, dass eine normale Kreisstadt wie Ehingen so eine bewegte Gruppe hat.“ Die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs wurde 2005 als Bestandteil des Ehinger Brustzentrums gegründet. Dieser Kooperationspartner sei sehr wichtig, sagt die Vorsitzende Stiehle.

Viele Informationen

Zu den Veranstaltungen der Ehinger Gruppen gehören selbstverständlich auch Informationsveranstaltungen. „Wir laden viele Referenten ein, die uns Informationen zu unserem Krankheitsbild geben“, sagt Stiehle. Im Übrigen besuche die Gruppe selbstverständlich alle Patiententage in Ulm, Tübingen und Ehingen. Jeden ersten Dienstag im Monat trifft sich die Gruppe um 19.30 Uhr im Kolpinghaus in der Ehinger Hehlestraße. „Man kann ganz ohne Anmeldung kommen“, sagt Marika Stiehle. 65 Mitglieder hat die Gruppe derzeit. Bei den Gruppenabenden seien aber nie alle da – „es hängt immer vom Thema ab.“ Manche nehmen auch nur das Sportangebot in Anspruch.

Kontakt zur Ehinger Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs ist über Marika Stiehle, Telefon (07395) 680; Andrea Schick, Telefon (07391) 517 33 oder per E-Mail unter Marika.stiehle@web.de möglich.

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