Ehingen verabschiedet Stadtbaumeister Heinz Fiesel

Mit Dank und Anerkennung ist Heinz Fiesel als Ehinger Stadtbaumeister verabschiedet worden. Oberbürgermeister Alexander Baumann würdigte das Engagement des 65-Jährigen für seine Heimatstadt.

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Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann (rechts) überreicht dem scheidenden Stadtbaumeister Heinz Fiesel eine kleine Figur des Muckenspritzers vom Ehinger Marktbrunnen als Abschiedsgeschenk.  Foto: 
Am Donnerstag hat Heinz Fiesel seinen letzten Arbeitstag bei der Stadt Ehingen. Mit einer inhaltsschweren Gemeinderatssitzung als krönenden Abschluss, wie Oberbürgermeister Baumann am Mittwoch bei der feierlichen Verabschiedung sagte. Fiesel geht nach 31 Jahren und zwei Wochen, und mit ihm gehe viel Erfahrung, viel Fachwissen und viel Ortskenntnis, sagte der OB über den 65-Jährigen, der am 12. April 1984 vom damaligen Gemeinderat zum Leiter der Abteilung Planung im Ehinger Stadtbauamt gewählt worden war.

„Die haben damals eigentlich alles richtig gemacht“, blickte Baumann an den Anfang, als Oberbürgermeister Wilfried Henger und CDU-Gemeinderat Alfred Ackermann laut Protokoll dem Bewerber Fiesel Bodenständigkeit und Leistungsbereitschaft bescheinigt hatten. Und weil der damals 34-Jährige ja auch schon ein gewisses Alter habe, so Hengers Kalkül, bestehe ja die Hoffnung, dass er für immer bleibt. Was Fiesel tat: Der gelernte Vermessungstechniker, der in Stuttgart Geodäsie studiert hat und als Diplom-Ingenieur nach ersten Jahren in Überlingen am Bodensee beruflich in seine Geburtsstadt zurückkam, wurde im Februar 1998 stellvertretender Leiter des Stadtbauamts. Von 2007 bis 2010 führte er dieses große Amt mit fünf Abteilungen und heute rund 60 Mitarbeitern zunächst kommissarisch, ehe er im Juli 2010 Stadtbaumeister wurde.

In der Feier erinnerte Baumann vor Weggefährten, Amtsleitern, Gemeinderäten und Familie an Themen aus der Amtszeit Fiesels, aus der die Kreisverkehre am Schiffberg, an der Alamannenstraße und am Glockenplatz auch gestalterisch dessen Handschrift tragen. Fiesel habe mit Baugebieten wie Gollenäcker, Rosengarten oder dem Schulberg in Altbierlingen die Grundlage für die stabile Bevölkerungsentwicklung Ehingens gelegt. Und mit der planerischen Begleitung der Erweiterungen von Liebherr viel zum Erfolg des Wirtschaftsstandort beigetragen. Zu konzeptioneller Arbeit wie Stadtsanierung oder dem Sanierungsprogramm für Schulen und Kindergärten kamen etwa 6000 Bauanträge, die über Fiesels Schreibtisch gelaufen sind. „Wir verabschieden Sie mit etwas Wehmut“, sagte der OB und überreichte als Geschenk der Stadt eine Arbeit von Bildhauer Stefan Freudenreich – den Muckenspritzer vom Marktbrunnen in klein.

Die Arbeit habe sein Leben maßgeblich geprägt, sagte Fiesel, und gab den Dank weiter an seine Mitarbeiter, ohne die er die Aufgaben nicht hätte erüllen können. Und an seine Frau Barbara Blasi-Fiesel für Rückhalt und fachlichen Austausch. Er freue sich jetzt auf die Zeit und aufs Reisen, sagte Fiesel, und brachte den ganzen Saal zum Lachen, als er fortfuhr: „Und wenn’s mir langweilig wird, Herr Oberbürgermeister, dann fange ich an, Parksünder aufzuschreiben und schicke Ihnen dann am Sonntag eine Mail.“

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