Drei Pumpen für den Weg nötig

Mächtig ins Schnaufen kamen die Wehrleute bei der Hauptübung am Schloss Neusteußlingen. 650 Höhenmeter musste das Wasser überwinden.

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Verträumt ruht in der Regel das Schloss Neusteußlingen über dem Schmiechtal. Mächtig viel Betrieb hielt am Freitagabend mit einer Feuerwehrhauptübung der Wehren aus dem oberen Schmiechtal und Schelklingen dort Einzug. Die Hüttener Wehr hatte angefragt, und die Familie Nübling nahm dankend an. Dass die Wehr ihre Handgriffe für den Ernstfall proben wollte, war ihr sehr recht. "Schwierigkeit hier ist die Wasserversorgung", sagten Annette Nübling und der Neffe Dietrich Nübling. 650 Höhenmeter sind von der Schmiech hinauf in den Schlosshof zu überwinden. 750 Meter Schlauchleitung mussten gelegt werden. Mächtig ins Schnaufen kamen dabei die Feuerwehrmitglieder aus Sondernach, Gundershofen und Schelklingen, die damit betraut waren. Um 18.30 Uhr war der Alarm erfolgt. Zuerst traf Hütten mit Kommandant Karl Schwarzmann, elf Aktiven und fünf Jugendfeuerwehrmitgliedern ein. Mit ihrem Geräteanhänger an einem Auto konnten sie beide Torbögen passieren und am Haupthaus vorfahren. Das Tanklöschfahrzeug mit 750 Litern Wasser musste dagegen im Hof abgestellt werden. Angenommen wurde ein Zimmerbrand.

Sofort wurde die provisorische Wasserversorgung vom Schwimmbecken zum Haupthaus aufgebaut. Auf dem Anwesen gibt es neben dem Haupthaus, einer Kapelle, einer Scheune und dem Torhaus ein vier auf acht Meter großes Becken, das als Löschteich diente. Zum Schluss der Übung wurde es mit Schmiechwasser wieder gefüllt. Das Schelklinger TLF 16 fuhr ebenfalls im Hof ein. Das HLF, das 2014 kommt, könnte wegen seiner Größe das Tor nicht mehr passieren und müsste davor abgestellt werden, blickte Kommandant Thomas Gaus voraus, der mit 14 Aktiven und zwei Jugendfeuerwehrleuten teilnahm.

Zum Hochpumpen von Wasser aus dem Schmiechtal mussten drei Pumpen eingesetzt werden. Mit Einbruch der Dunkelheit sorgten Lampen des Hüttener Gerätewagens für Helligkeit am Haupthaus. Normalerweise würde bei dieser Gebäudehöhe ein Drehleiterwagen zur Menschenrettung eingesetzt. Wegen des schmalen Weges zum Haus mussten die Wehrleute aber die dreiteilige Schiebeleiter mit einer Länge von zwölf Metern zum Haus tragen und anstellen. Fünf Opfer galt es aus dem dritten Stock zu bergen. Julian Gaus, Maximilian Hascher, Alina König, Tim Keller und Niklas Laible mimten diese. Um niemanden bei der Übung unnötig zu gefährden, erfolgte die Bergung ausschließlich über das Treppenhaus. Die Einsatzleitung hatte Gesamtkommandant Ulrich Raiber. Ortsvorsteher Heinz Späth und Vize-Bürgermeister Reiner Blumentritt gehörten zu den Beobachtern.

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