Drei 90. Geburtstage

Die Schwestern Fabiana Schefold und Daniela Borner sowie Elfriede Mayer aus Munderkingen

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Elfriede Mayer, Daniela Borner und Fabiana Schefold (vorne, von links) werden 90 Jahre alt. Bei einer kleinen gemeinsamen Feier im Vorfeld waren auch Heimleiterin Patricia Baumann und Bürgermeister Bernhard Ritzler mit dabei. Foto: Burkhardt

feiern, beginnend am morgigen Sonntag, im Pflegeheim "Maria Hilf" in Untermarchtal ihre 90. Geburtstage.

30 Jahre lang hat Schwester Fabiana Schefold aus Rupertshofen im Riedlinger Kreiskrankenhaus gekocht. Als Küchenhilfe hatte sie dort angefangen, trat 1950 in den Orden der Barmherzigen Schwestern von Vinzenz von Paul ein und kehrte von 1956 bis 1981 in die Riedlinger Krankenhausküche als Leiterin zurück. 2001 kam Schwester Fabiana nach weiteren Jahren in der Küche des Priesterseminares in Rottenburg ins Mutterhaus zurück. Seither lebt sie in dem vor 110 Jahren erbauten Wohnheim "Maria Hilf" und versorgt sich noch selbst. Am Dienstag, wenn sie 90 Jahre alt wird, kommen die Verwandten aus Rupertshofen zum Gratulieren und zu einer Kaffeerunde. Ob es zum Geburtstag ihre Lieblingsspeise, einen Gaisburger Marsch, geben wird, ist noch offen. Am Montag ist der kleine Festraum in "Maria Hilf" für Schwester Daniela Borner gebucht. Dann feiert die aus Hirschbronn bei Steinhausen an der Rottum stammende Ordensfrau, die ihren Lebensabend im Pflegeheim verbringt, den 90. Jubeltag mit ihren Angehörigen. Für die Schwester, die gerne nascht, wird es sicher die eine oder andere süße Überraschung geben sowie einen kleinen Spaziergang durch den Maria-Hilf-Garten, wo die Jubilarin von 1981 an tätig war. 1958 trat sie in den Orden ein und arbeitete ihr ganzes Schwesternleben im Garten im Mutterhausbereich. Schwester Luzina, eine ihrer jüngeren Schwestern, folgte ihrem Vorbild und trat ebenfalls in den Orden ein.

Den Reigen der 90. Geburtstage eröffnet am morgigen Sonntag Elfriede Mayer aus Munderkingen. Bei Heimleiterin Schwester Patricia Baumann hat sich schon Besuch angemeldet und den kleinen Saal reserviert. Seit einem Unfall im Jahr 2008 ist die - wie sie sich nennt - "Haustochter von der Post" im Pflegeheim des Klosters. Gerne erinnert sich Elfriede Mayer an ihre Heimat, den Gasthof mit dem Saal und dem Bauernhof "Traube-Post", in dem sie "putzt, bedient, Zimmer grichtet und überall mitgschafft hot".

Lange Jahre habe sie mit ihrem pflegebedürftigen Vater bei der Tante im "Neuhaus" an der Schillerstraße gewohnt, in einer Wohnung mit Erker. Dann habe sie am Wiener Weg gebaut und auch nach dem Umzug halbtags in der Hemdenfabrik Falch Bestellungen versandfertig gemacht, bis das Unternehmen geschlossen wurde. Am liebsten aber erinnert sich Elfriede Mayer an die Jahrzehnte, in denen sie zur Fasnetszeit als Maschker in der Gruppe Falch-Bertsche unterwegs war.

Dass Bürgermeister Bernhard Ritzler mit Geschenkkörbchen der Gemeinde sowie Urkunden des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann vorbeikam, darüber haben sich die drei Jubilarinnen bei der kleinen gemeinsamen Vorfeier am Kaffeetisch riesig gefreut. Sonst begegnen sie dem Bürgermeister meist nur im Dezember, wenn er als Nikolaus durchs Haus geht.

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