Die Welt im Kleinen

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Während der Ausstellung Eisenbahnfreunde gab es regelrechte Kunswerke zu bestaunen. Den Bahnhof von Neuffen hat Thomas Kaul (Modellbahnfreunde Ehingen) nachgebaut.    Foto: 

Die Vorboten des Winters mit Regen und stürmischem Wind ließen am Wochenende die zahlreichen Besucher der zehnten Modellbahn-Ausstellung der Eisenbahnfreunde Schelklingen in der Turn- und Festhalle in Allmendingen nicht davon abhalten, regelrechte Kunstwerke der insgesamt 30 Aussteller und mehr als 60 Mitwirkenden zu bestaunen. Die Ausstellungs-Besucher kamen nicht nur aus der Region, sondern auch von von weit her. Einer der am weitesten Angereisten war wohl Marcel Ackle aus Hägglingen in der Schweiz. Ackle versteht es, aus Senftuben Wellbleche herzustellen für seine Modellhäuser, welche er in der Halle präsentierte.

Eintrag im Guinness-Buch

Der Verein „Stammtisch Untereschbach“ war aus der Kölner Gegend mir Heinz O. Schramm angereist, der einen so genannten „Aufstoßverzehrprellbock“ konstruierte. Ein Aufstoßverzehrprellbock – auch als Hemmschuh bezeichnet – wird bei der Eisenbahn als Bremsblock verwendet, um abgehängte Wagons am Wegrollen zu hindern. Das Besondere an Schramms Hemmschuh ist die Größe. Den 60 Zentimeter großen Block im Original konnte er im Maßstab 1 : 220 also auf drei Millimeter Länge mithilfe der so genannten  Ätztechnik so verkleinern, dass ihm die Herstellung der Bremse aus Neusilber im englischen „Guinness World Records“ – ein Pandant zum deutschen Guinness-Buch der Rekorde – sogar den Weltmeistertitel einbrachte. Mit seinen Kollegen konnte der Besucher ein Fußballstadion besichtigen, in dem die Modellbauer 15 000 wenige Millimeter große Figuren aus einer Modelliermasse hergestellt Platz nehmen ließen.

Einen weiteren Höhepunkt bot der Elsässer Patrice Hamm aus Haguenau mit seinem Fantasiedorf im Maßstab 1 : 87. Hamm vom Verein „Amis de rail“ stellt Häuser aus Gips, Holz und Papier so her, das dem Betrachter das typische Flair eines elsässischen Weinortes vermittelt.

Neben dem Verein Modelbahnfreunde Ehingen, der im Modell unter anderem das Weideland der Alb, die Wacholderheide Buchtal oder den Bahnhof Neuffen ausstellte, war auch der Schwerhörigenverein „Ulmer-Ohr“ vertreten, der sich auf ferngesteuerte Modellautos spezialisiert hat; unter anderem war ein Linienbus aufgestellt, in dem allerlei Elektronik installiert wurde. Karlheinz Schwarzenbolz aus Pappelau hatten es die Pfahlbauten aus Unteruhldingen angetan, die er originalgetreu separat auf Rahmen in Szene setzte. Hermann Grimeis, mit 80 Jahren wohl ältester Aussteller aus Gaißach im Raum Bad Tölz, kam mit Barbara Finsterwalder nach Allmendingen, um ihre aus ihrer Umgebung stammenden Nachbildungen von Bauernhäusern zu zeigen.

Programm für Kinder

Im Foyer der Halle hatten die Kinder die Möglichkeit, unter der Anleitung vom Vereinsvize der Schelklinger Eisenbahnfreunde, Heinrich Zehendner, sich mit Papierbasteleien zu betätigen. Die Schelklinger waren ebenfalls mit ihrer Großanlage in der Halle vertreten (wir berichteten).

Weitere Anlagen wie eine Winterlandschaft mit Pistenbulli und Gondelseilbahn, eine Winterlandschaft in Miniatur und vieles mehr waren zu sehen. Und für Interessierte gab es die Möglichkeit, ihre eigene Eisenbahn auszubauen, Schienen, Züge oder Accessoires beim Flohmarkt zu erhaschen, während ein Dampflokzügle auf dem Parkplatz vor der Halle trotz Regens mit Kindern auf den Waggons seine Runden zog. Zur Verköstigung der Besucher gab es Schweinebraten mit Spätzle und allerlei Getränken.

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