Die Motte hockt im Laub

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Zum Projekt "Rettet die Kastanie" haben Grundschüler aus dem Alten Konvikt viele Blätter gesammelt.  Foto: 

„Kennt ihr das Kastanienlaub?“, fragte Waldpädagoge Alex Rothenbacher am Freitag die Viertklässler der Grundschule im Alten Konvikt. Keine Frage, jedes Grundschulkind weiß heute, wie Kastanienblätter aussehen. Die Viertklässler wissen noch mehr. Etwa, dass die schädliche Kastanienminimiermotte nur weißblühende Kastanien befällt. Deshalb bestimmten die Kinder im Projekt „Rettet die Kastanie“ zunächst in den Bereichen Bahnhofstraße, Berkacher Grund, Stadion und Gollenäcker die Bäume. Mehr als 150 haben sie mit ihren Lehrerinnen kartiert.

Im Unterricht lernten sie, wie man die Kastanien vor der gefräßigen Motte schützen kann. „Die Kastanienminimiermotte überwintert im abgefallenen Laub auf dem Boden und klettert dann im nächsten Jahr wieder am Stamm hoch“, erklärte Alex Rothenbacher nochmals. Um das zu verhindern, sammeln Kinder und Erwachsene in einer groß angelegten Aktion bereits im zweiten Jahr das Kastanienlaub. Das wird dann professionell kompostiert, so dass die Motte abstirbt.

Rund 100 Säcke seien voriges Jahr zusammengekommen, berichtete der Waldpädagoge. Auch dieses Jahr ruft die Stadt wieder zur Sammelaktion am 7. November auf. Gestern schwärmten bereits die Viertklässler der Grundschule aus und sammelten am Bahnhof und im Berkacher Grund Kastanienlaub. Auch im eigenen Schulhof wurden große Laubhaufen aufgetürmt. Da Alex Rothenbacher die ganze Aktion als „Forschungsprojekt“ angelegt hatte und es auch wieder einen Stempel im Junior-Ranger-Pass gab, waren die Kinder mit Feuereifer dabei.

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