Die Lebensweise geht aufs Herz

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  • Dr. Ralf Birkenmeyervon der Herzklinik Ulm spricht zum Thema „Herz ist Trumpf“ bei den Allmendinger Gesundheitstagen. Foto: Doris Moser 1/3
    Dr. Ralf Birkenmeyervon der Herzklinik Ulm spricht zum Thema „Herz ist Trumpf“ bei den Allmendinger Gesundheitstagen. Foto: Doris Moser Foto: 
  • Dr. Ralf Birkenmeyervon der Herzklinik Ulm spricht zum Thema „Herz ist Trumpf“ bei den Allmendinger Gesundheitstagen. Foto: Doris Moser 2/3
    Dr. Ralf Birkenmeyervon der Herzklinik Ulm spricht zum Thema „Herz ist Trumpf“ bei den Allmendinger Gesundheitstagen. Foto: Doris Moser Foto: 
  • Ralf Birkenmeyer von der Herzklinik Ulm nimmt sich nach seinem Vortrag Zeit für persönliche Anliegen. Foto: Doris Moser 3/3
    Ralf Birkenmeyer von der Herzklinik Ulm nimmt sich nach seinem Vortrag Zeit für persönliche Anliegen. Foto: Doris Moser Foto: 
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Zuerst will ich über das gesunde Herz sprechen und dann über das, was die „Pumpe des Lebens“ krank machen kann, erklärte Dr. Ralf Birkenmeyer beim Eröffnungsvortrag der Allmendinger Gesundheitstage. Etwa 110 Zuhörer erfuhren mehr über die Bedeutung der Herzklappen, die den Kreislauf regeln. Etwa 70 Mal pro Minute schlägt ein gesundes Herz, im Laufe eines Lebens pumpt es 200  000 Tonnen Blut durch den Körper. „Das schafft keine mechanische Pumpe“, sagte der Mediziner. Bleibt das Herz vier bis fünf Minuten stehen, ist der Mensch tot.

Bewegung und gesundes Essen

Dies möglichst lange zu verhindern, habe jeder selbst mit seiner Lebensweise in der Hand. Viel Bewegung, also täglich eine halbe bis dreiviertel Stunde gehen, radeln oder schwimmen, möglichst wenig tierische Fette essen und aufs Rauchen verzichten, nannte Birkenmeyer. Wird das Herz krank, so gibt es heute dank der modernen Medizintechnik viele Möglichkeiten, um es zwar nicht gesund zu machen, doch immerhin seine Leistungsfähigkeit zu erhalten. So wächst die Zahl der Herzpatienten stetig an, doch es sterben deutlich weniger Menschen daran. Es sei heute kein Problem mehr, eine neue Herzklappe einzusetzen oder ein Loch in der Herzwand zu schließen. Immer seltener muss dazu am offenen Herzen operiert werden, dies geschieht von der Leiste oder der Hand aus über die Schlagadern mit Mikroinstrumenten.

Sofort der Rettungsdienst rufen

Als häufigste Erkrankung nannte der Referent die durch Ablagerungen verengten Herzkranzgefäße; schließt sich eines ganz, droht ein Herzinfarkt. Er lässt sich verhindern, wenn frühzeitig gehandelt wird. „Bei starken, anhaltenden Schmerzen und Druck in der Brust, Blässe und einen elenden Gesamtzustand rufen sie gleich den Rettungsdienst“, appellierte er. Dies rette Leben.

Der Herzinfarktschmerz baue sich auf über Minuten. Es gebe aber auch den stummen Infarkt ohne Schmerzen, der umso gefährlicher sei und das Herz erheblich schwäche. Hier helfen Medikamente oder eine mechanische Pumpe ans Herz anzubauen. „Doch so weit sollte man es nicht kommen lassen“, sagte Birkenmeyer, der auch den Unterschied zwischen Vorhofflimmern und Kammerflimmern erklärte. Ersteres ist weniger riskant, sechs Prozent leiden daran. Oft sei es ein Anzeichen für ein sich bildendes  Blutgerinsel mit der möglichen Folge eines Schlaganfalls. Hingegen bedeutet das Kammerflimmern fast immer den Tod. Schlägt das Herz zu langsam, setzt kurz aus oder rast, so handelt es sich dabei um eine Störung der Elektrik. Für diese Leiden gibt es heute an den Fachkliniken die Herzelektriker. Nach seinem Vortrag nahm sich Birkenmeyer Zeit für die Fragen der Besucher.

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