Der Traum von einem Jugendtreff

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Vor 25 Jahren

Vor 25 Jahren ging es um die Belange der Jugendlichen im Ehinger Wohngebiet am Wenzelstein. Der Traum vom eigenen Jugendraum wird sich für die Jugendlichen so schnell wohl nicht erfüllen – wenn überhaupt, verkündete der Autor. Dennoch ist etwas in Bewegung gekommen, wie den Jungen und Mädchen geholfen werden kann. Rund ein halbes Jahr zuvor, im Mai 1991, hatten die jungen Leute unserer Zeitung gegenüber ihr Leid über den fehlenden Treffpunkt und passende Räumlichkeiten geklagt. Nachdem der Gemeinderat der Stadt Ehingen im Sommer 1990 beschlossen hatte, den Schulsportplatz hinter der Wenzelstein-Realschule umzäunen zu lassen, damit keine Unbefugten diesen Platz betreten können, sah sich ein großer Teil der am Wenzelstein beheimateten Jugendlichen gezwungen einen neuen Treffpunkt zu suchen. Den fanden sie vor dem Gemeindezentrum St. Michael, was jedoch manchem Anwohner nicht gefiel. Oberbürgermeister Johann Krieger, Pfarrer José Sauter-Gabriel und Pfarrer Reinhard Ziegler versprachen, sich der Sache anzunehmen. Bei einem ersten Gespräch wurde darüber nachgedacht, einen Streetworker einzustellen, der sich um die Belange der Jugendlichen kümmern könnte.

1200 Mark war die Idee wert, welche die Anlieger des Wohngebiets „Birkspitz“ in Altsteußlingen vor 25 Jahren hatten. Sie inszenierten einen fröhlichen Almabtrieb, bei dem es zu essen und zu trinken gab. Das Geld, das mit dieser guten Idee verdient wurde, sollte durch die Caritas Kindern in der Ukraine zugute kommen, die an den Folgen der Katastrophe im Atomkraftwerk von Tschernobyl zu leiden hatten.

„Das Rennen um das innerstädtische Areal der ehemaligen Adolff-Werke scheint gelaufen“, hieß es vor 25 Jahren. Doch nicht die Stadt Ehingen ging durch das Ziel, sondern die Firma Karl GmbH aus dem niederbayerischen Innernzell bei Deggendorf. 10,2 Millionen Mark sollten dabei über den Tisch gehen, wie der Stuttgarter Konkursverwalter unserer Zeitung auf Nachfrage mitteilte. Neue Schwierigkeiten taten sich derweil auf: Die Stadt Ehingen beharrte auf der von ihr erlassenen Veränderungssperre und hielt an einer Wohnbebauung fest. Gute Kunde gab es indes für die ehemaligen Beschäftigten der Spinnerei: Der Sozialplan kann in voller Höhe erfüllt werden, wie zu lesen war.

Raub der Flammen wurde vor 25 Jahren in Schelklingen das Gasthaus Stadtschreiber an der Marktstraße. Frühmorgens war die Gaststätte in eine dichte Wolke gehüllt. Eine Nachbarin hatte das Feuer in einem verhältnismäßig frühen Stadium entdeckt, wie zu lesen war, und löste den Alarm aus. Die Schelklinger Wehr konnte verhindern, dass die Flammen auf das Obergeschoss übergreifen. Als Brandursache wurde ein Defekt am Elektrospeicherofen angenommen. Die Bewohner konnten das Haus bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Der Schaden am Gebäude und am Inventar wurde auf rund 60 000 Mark geschätzt.

Vor 50 Jahren

Das Interesse an größeren Wohnungen wächst, vermeldete unsere Zeitung 1966. Unter 496 Neubauwohnungen im Kreis Ehingen handelte es sich bei 301 um Wohnungen mit fünf Zimmern, wie aus der Mitteilung des Statistischen Bundesamtes hervorging. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass der Wohlstand der Bundesbürger weiterhin steige.

Die Preise für Obst und Gemüse sind weiterhin stabil, vermeldete die Zeitung. Teuer dagegen sind die Eier. „Von einer Woche auf die andere stiegen die Preise von 22 auf 24 Pfennig“, wie in der Marktchronik zu lesen war. Für einen Bund Petersilie mussten Marktbesucher 20 Pfennig berappen, 100 Gramm Knoblauch kosteten 40 Pfennig.

Werte Eine der begehrtesten Briefmarken-Raritäten, der berühmte „Sachsen-Dreier,  sollte im Jahr 1966 unter den Hammer kommen. Den Schätzwert für diesen einzigen erhalten gebliebenen Originalbogen der Drei-Pfennig-Marken aus Sachsen von 1850 gab der Frankfurter Auktionator H. C. Schwenn mit 600 000 Mark an, berichtete der Autor. Das wäre der höchste Zuschlag, der jemals bei einer Briefmarkenauktion erzielt wurde, wie aus der Zeitung  zu entnehmen war. Einzelstücke des „Sachsen-Dreiers“ kosteten nach Angaben von Schwenn bis zu 20 000 DM. Bei der Versteigerung des damals größten europäischen Auktionshauses Schwenn sollten insgesamt Briefmarken im Wert von bis zu 2,5 Millionen DM den Besitzer wechseln. jad

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