Das schnelle Internet ist da

Seit Donnerstagnachmittag ist das schnelle Internet für fünf Gemeinden freigeschaltet. Nun stehen bis zu 50 MB zur Verfügung - ein enormer Fortschritt.

|
Projektleiter Johann Speh (Zweiter von links), die Bürgermeister Josef Renner (Emeringen), Hans Rieger (Unterwachingen) und Uwe Handgrätinger (Unterstadion) sowie Wilhelm Fügner, Geschäftführer der VG Munderkingen, haben gestern symbolisch an der Übergabestation in Bettighofen das schnelle Internet für fünf Ortschaften freigeschaltet.  Foto: 

Nun hat es jeder selbst in der Hand, wie schnell er sein Internet gestalten will. Seit Donnerstag sind bis zu 50 MB im Angebot. Auch Fernsehen übers Internet ist so möglich. Damit hat die Telekom ihren vertraglich zugesicherten Part termingerecht eingehalten. Den Antrag für einen Anschluss muss jetzt jeder Nutzer selbst stellen.

Seit vier Jahren bemühen sich die Gemeinden Unterstadion, Unterwachingen, Hausen am Bussen, Grundsheim und Emeringen um das schnelle Internet und was im gemeinsamen Bestreben zustande kam, darf durchaus als Pilotprojekt gewertet werden. Fünf Kommunen in einem Boot mit der Telekom, nur so ließ sich das Projekt überhaupt realisieren. Geschäftsführer Wilhelm Fügner von der Verwaltungsgemeinschaft übernahm es, die Finanzierung mit Hilfe von Zuschüssen über das Entwicklungsprogramm "Ländlicher Raum" und vom Ausgleichstock zu sichern. Insgesamt haben die fünf Gemeinden etwa 850.000 Euro in den Bau von mehr als 16 Kilometer langen Leitungen und die Betreiberzuschüsse investiert. "Was lange währt, wird endlich gut" oder "Gut Ding braucht Weile", so überschreibt Unterstadions Bürgermeister Uwe Handgrätinger das neue Internet-Zeitalter. Wichtig ist das DSL vor allem für die Gewerbebetriebe in den fünf Orten, sie klagen schon lange über eine unzureichende Internetversorgung. Sie können nun aufatmen, aber auch ihre Datenautobahn wird nur auf Antrag mit mehr Power versorgt. Generell wollen auch private Nutzer schnell im Internet surfen. Wie Projektleiter Johann Speh von der Telekom am Donnerstag erklärte seien die Leitungen freigeschaltet.

In Unterstadion können nun 267 Haushalte ein schnelles Internet bestellen, in Grundsheim etwa 70, in Emeringen 55, in Unterwachingen 73 und in Hausen etwa 90 Haushalte. Damit ist ein gravierender Wettbewerbsnachteil zu städtischen Bereichen beseitigt.

Ein denkwürdiger Augenblick war es somit, als am Donnerstag symbolisch der rote Knopf bei der Übergabestation in Bettighofen mit vereinten Kräften gedrückt wurde. Die Nachbarn Karl Fischer und Josef Walter hatten die Straße gekehrt und schenkten ein Schnäpsle ein zum Anstoßen auf das Ereignis.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Scherben erzählen vom Mittelalter

Die archäologischen Grabungen auf der Baustelle der Volksbank bringen mittelalterliche Siedlungsstrukturen zum Vorschein und lassen Rückschlüsse auf den Alltag der Bewohner zu. weiter lesen