Country- und Bluegrass-Night in der Lindenhalle

Auch die 18. Auflage der Country & Bluegrass-Nacht in der Ehinger Lindenhalle war ein Publikumsmagnet. Drei Spitzenbands sorgten für den Sound.

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Bei der Country- und Bluegrass-Nacht wurde auch getanzt.  Foto: 

Einst mit zwei Bands und 130 Besuchern im kleinen Saal der Lindenhalle begonnen, hat sich die Country & Bluegrass-Night inzwischen zu einer Institution für Fans der authentischen Westernmusik entwickelt. Aus dem süddeutschen Raum waren Liebhaber dieser Musikrichtung angereist, aus der Schweiz, Frankreich und aus den neuen Bundesländern. Wegen der wachsenden Zahl der Gäste waren die Initiatoren, die Country & Westernfreunde Kötz und das Kulturamt Ehingen, vor sechs Jahren in den großen Saal gewechselt. Weit mehr als 400 Besucher wurden am Samstagabend gezählt.

Friedrich Hog, der die Veranstaltung damals nach Ehingen geholt hatte, strahlte beim Anblick der voll besetzten Tischgruppen. "Wir wollen den Zuhörern das unverwechselbare Lebensgefühl aus dem Wilden Westen vermitteln", sagte er. Erfolgrezept sei die gute Musik für jedes Alter mit einem hohen Unterhaltungsanspruch, die lockere, romantisch angehauchte Atmosphäre und auch die Kontaktpflege untereinander, da ja alle Seelenverwandte seien. Wichtig sei auch die Bewirtung. "Das Hotel ,Adler und die Narrenzunft Spritzenmuck haben beste Arbeit geleistet", lobte er bei seiner Begrüßung. Passend zum Anlass gab es Alblinsen, Chili con Carne, Westernwurst, Schweinesteaks und texanischen Kartoffelauflauf.

Gänsehautgefühl verursachte schon die erste Band, "Tennessee Stud" aus Frankreich, mit ihrem progressiven, modernen und mitreißenden Sound. Die zwei langbeinigen Sängerinnen bestachen mit ihren Stimmen, die eine ausdrucksstark und voluminös, die andere feingliedrig und glockenklar. Die Session kam bestens an.

Dale Ann Bradley & Band aus den USA bildeten zum fast schon rockigen Sound von Tennessee Stud einen interessanten Kontrast. Die Band glänzte mit sauberem Bluegrass auf höchsten Niveau. Die mehrfach ausgezeichnete Dale Ann Bradley mit ihrer warmen und klaren Stimme und der international bekannte Musiker und Sänger Steve Gulley, der mit der Gitarre eine ebenso gute Figur machte wie als Sänger, standen im Mittelpunkt.

Wem der anderthalbstündige Auftritt bei aller Brillanz zu konzertant, zu gleichatmig und zu brav war, konnte sich bei Bill Conlon & Emerald aus Nordirland dann richtig austoben. Hog hatte diese Session als traditionelle Countrymusik mit dem gewissen Einschlag von Irish Folk angekündigt, als "Straight Country-Musik" pur. Er hatte nicht zu viel versprochen. Die Musiker entfachten ein virtuoses Feuerwerk der Klänge und Stimmen, dass die Zuhörer ungeachtet der fortgeschrittenen Stunde mitsummten, mitsangen oder klatschten.

Beim Finale aller Bühnenakteure bedankte sich das Publikum mit rauschendem Applaus für den traumhaften Musikabend. Als Special-Gast trat Mandy Strobel aus Ulm auf die Bühne. Er verströmte mit seiner raubeinigen Stimme das, was die Westernmusik ausmacht, nämlich sich gedanklich unmittelbar in den Weiten Amerikas zu fühlen.

Info Die 19. Country & Bluegrass-Nacht findet am 16. März 2015 statt. Das 20-jährige Bestehen der Veranstaltung am 9. April 2016 soll ein besonderes Programm bieten.

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