Cornelia Koller will Bürgermeisterin von Emerkingen werden

Ende November will Cornelia Koller Bürgermeisterin von Emerkingen werden. Schon am Sonntag versucht sie es auch in Egenhausen im Schwarzwald.

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Bürgermeister-Kandidatin Cornelia Koller aus Stuttgart bewirbt sich für Emerkingen.  Foto: 

Eine besondere Konstellation gibt es zur Bürgermeisterwahl am Sonntag, 30. November, in Emerkingen. Nicht nur, dass außer dem 46-jährigen Paul Burger aus Rottenacker mit der 31-jährigen Cornelia Koller aus Stuttgart erstmals eine Frau kandidiert. Letztere bewirbt sich auch gleichzeitig um den Bürgermeisterposten in der Gemeinde Egenhausen im Schwarzwald. Dort wird bereits am kommenden Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt. Auch in Egenhausen hat sie einen Mitbewerber. Dort sehe sie sich in der Rolle der Außenseiterin. Für eine Frau sei es sehr schwierig, dort kommunalpolitisch Fuß zu fassen. Deshalb bewerbe sie sich auch in Emerkingen um das Amt der Bürgermeisterin. Egenhausen sei für sie gewissermaßen eine "Lehrveranstaltung", damit sie in Emerkingen alles richtig mache. In der Schwarzwaldgemeinde wirbt sie derzeit um Wählerstimmen und geht dazu auch von Haus zu Haus.

Dies will sie auch in Emerkingen so halten. "Ich suche den direkten Kontakt zu den Bürgern, will erfahren, wo sie ein Problem haben und wie ich helfen kann", sagt Koller. Auch als Bürgermeisterin würde sie die Bürger nicht "meistern" wollen, sondern stelle sich ein konstruktives Miteinander vor, das die Bürger mit Ideen beleben und bereichern sollen, etwa in einer Bürger-Werkstatt. "Emerkingen kenne ich von Ausflügen mit meinen Eltern in der Jugend, das ist eine schöne Gemeinde und die Bürger sind sehr sympathisch."

Cornelia Koller ist 31 Jahre alt, in Stuttgart geboren und aufgewachsen, ihre Mutter ist Französin und ihr Vater Stuttgarter. Sie absolvierte nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr im Marienhospital in Stuttgart und widmete sich dann Kindern im Baskenland. An den Unis in Jena und Heidelberg studierte sie Politik- und Sozialwissenschaften und ging ihrem Bachelor-Abschluss ein erfolgreiches Masterstudium in Nizza, Rom und Rostock an. Die akademische Bildung und ihre soziale Grundeinstellung sollen die Basis der Gemeindearbeit in Emerkingen sein. In Straßburg befasste sich Koller zwei Jahre mit Finanzierungsfragen auf EU-Ebene, während eines Praktikums bei der Landesvertretung Baden-Württembergs habe sie sich auch mit Verwaltungsabläufen beschäftigt. Zurzeit ist die Kandidatin freiberuflich in verschiedenen Projekten tätig. Cornelia Koller ist ledig und parteilos. Sie wolle für alle Bürger gleichermaßen arbeiten, ohne parteipolitische Bindungen oder Verpflichtungen.

Wenn sie Ende November zur Bürgermeisterin gewählt würde, ziehe sie selbstverständlich nach Emerkingen. In der landschaftlich schönen Gegend zu leben, könne sie sich gut vorstellen, sagt sie. Ihre Hobbys sind Sport und Literatur, gerne geht sie auf Reisen, um immer noch etwas dazu zu lernen.

Info Am Samstag, 22. November, um 19 Uhr, findet in der Römerhalle in Emerkingen die offizielle Kandidatenvorstellung statt. Beide Kandidaten haben in Abwesenheit des Mitbewerbers 20 Minuten Redezeit, danach folgt eine Diskussionsrunde mit den Besuchern.

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